Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
Kindler of Souls: Rabbi Henry Cohen of Texas
Im September 1930 veröffentlichte die New York Times eine Liste der Geistlichen, die Rabbi Stephen Wise für "die zehn wichtigsten religiösen Führer in diesem Land" hielt. Auf der Liste standen neun Christen und Rabbiner Henry Cohen aus Galveston, Texas.
Der heute wenig bekannte Henry Cohen war ein Rabbiner, mit dem man rechnen musste, ein Mann, den Woodrow Wilson als "den führenden Bürger von Texas" bezeichnete und der auch Leute wie William Howard Taft und Clarence Darrow beeindruckte. Cohens flüchtiger Ruhm beruhte jedoch nicht auf mächtigen Freundschaften, sondern auf seinem lebenslangen Einsatz für bedürftige Juden - wie auch für Nichtjuden - in London, Südafrika, Jamaika und in den letzten vierundsechzig Jahren seines Lebens in Galveston, Texas. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts kamen mehr als 10.000 Juden, meist aus Osteuropa, nach Galveston.
Rabbi Cohen begrüßte viele der Neuankömmlinge auf Jiddisch und half ihnen dann über ein Netzwerk, das sich über den gesamten Südwesten und Mittleren Westen der Vereinigten Staaten erstreckte, Arbeit zu finden. Die "Galveston-Bewegung" und Cohens Pionierarbeit bei der Reformierung der texanischen Gefängnisse und der Bekämpfung des Ku-Klux-Klan machten den Rabbiner zu seiner Zeit zu einer Legende.
Wie dieses Porträt zeigt, war er aber auch für seinen Enkel ein liebenswerter Mensch. Rabbi Henry Cohen II erinnert sich an die Witze seines Großvaters und stellt den legendären Rabbi in den historischen Kontext.
So entsteht das bisher beste Bild dieses bedeutenden Texaners, eines Mannes, den Rabbi Wise in der New York Times vielleicht am besten als "eine Seele, die Seelen berührt und entzündet", zusammenfasst.