
Making Entomologists: How Periodicals Shaped Scientific Communities in Nineteenth-Century Britain
Populäre naturkundliche Zeitschriften hatten im neunzehnten Jahrhundert eine unglaubliche demokratisierende Kraft. Indem sie Beiträge von Korrespondenten unabhängig von ihrem Hintergrund willkommen hießen, stellten sie eine erhebliche Bedrohung für diejenigen dar, die sich selbst als Torwächter der Elite-Wissenschaft betrachteten und die wiederum ihre eigenen Zeitschriften nutzten, um exklusivere Gemeinschaften zu formen.
Making Entomologists bewertet die Landschaft der Wissenschaftsbeteiligung im 19. Jahrhundert neu und bietet eine nuanciertere Analyse der vermeintlichen Kluft zwischen Amateuren und Profis, die mit dem Aufkommen der Bürgerwissenschaften heute übereinstimmt. Matthew Wale zeigt, wie die Zunahme populärer naturkundlicher Zeitschriften im 19.
Jahrhundert nicht nur die Biowissenschaften und das Gebiet der Entomologie, sondern auch wissenschaftliche Gemeinschaften geprägt hat, die sonst nicht hätten existieren können. Diese Publikationen ermöglichten es vielen Akteuren - von wohlhabenden Herren der Wissenschaft bis hin zu Naturforschern aus der Arbeiterklasse -, sich stärker in ein ausgedehntes Netzwerk von Fachkollegen einzubringen und sich vor allem als Teil einer größeren Gemeinschaft zu verstehen.
Auch Frauen nahmen aktiv an diesen Gruppen teil, wenn auch in weitaus geringerer Zahl als Männer. Obwohl die Zeitschriften des neunzehnten Jahrhunderts in der Wissenschaft große Beachtung gefunden haben, konzentriert sich diese Studie speziell auf die naturkundlichen Zeitschriften und Magazine.