
Apologies from Death Row: The Meaning and Consequences of Offender Remorse
Remorse on Death Row untersucht den Begriff der Reue, der Entschuldigung und der Vergebung im Zusammenhang mit der Todesstrafe in den USA anhand der letzten Worte von Straftätern im Todestrakt und der Reaktionen der Mitgefangenen auf diese Worte in ihren Aussagen gegenüber der Presse, nachdem sie die Hinrichtung miterlebt haben.
Das Buch zeigt, dass es Beweise dafür gibt, dass einige Straftäter im Todestrakt wirklich Reue empfinden und dass einige Familienmitglieder ihrer Opfer von dieser Reue profitieren könnten, dass dies aber im derzeitigen System der Todesstrafe unwahrscheinlich ist. Das Buch, das sich auf die Bereiche Kriminologie, Psychologie und Soziologie stützt, beginnt mit einer theoretisch fundierten Einführung in die Konzepte der Reue und der Vergebung, gefolgt von einer Untersuchung von Entschuldigung und Vergebung speziell im Zusammenhang mit der Todesstrafe. Es wird erörtert, wie einige Initiativen innerhalb des Strafrechtssystems, wie z. B. Entschuldigungsgesetze und Programme zur Wiedergutmachung, genutzt werden, um es Straftätern zu erleichtern, sich bei ihren Opfern zu entschuldigen. Es wird erörtert, warum sich Straftäter in der Todeszelle entschuldigen oder nicht und ob sie überhaupt in der Lage sind, echte Reue zu zeigen. Das Buch befasst sich dann mit den Familienangehörigen der Opfer ("Mitopfer") und geht der Frage nach, ob sie davon profitieren, dass der Täter Reue zeigt und der Hinrichtung beiwohnt, und ob Vergebung in diesem Zusammenhang möglich ist. Die in diesem Buch vorgebrachten Argumente werden durch die letzten Worte des Täters und die Reaktionen der Mitopfer in ihren Presseerklärungen untermauert. Das Buch räumt mit zwei gängigen Mythen über die Todesstrafe auf.
Erstens zeigt sie, dass Straftäter in der Todeszelle nicht einfach "Monster" sind, die nicht in der Lage sind, die Schwere ihrer Verbrechen zu verstehen. Zweitens liefert sie den Beweis, dass die Todesstrafe entgegen der weit verbreiteten Meinung, sie sei notwendig, um den Familienangehörigen der Opfer einen Abschluss zu ermöglichen, in Wirklichkeit das Gegenteil bewirken kann. Die Aussagen der Familienmitglieder gegenüber der Presse, nachdem sie die Hinrichtung miterlebt haben, enthalten mehr negative Themen wie Wut und Enttäuschung als positive Themen wie Abschluss und Frieden. Das Buch schließt mit einer Erörterung der Auswirkungen, die dies für die Justizsysteme im Allgemeinen hat, und der Frage, wie ein besseres Verständnis der emotionalen Verfassung von Straftätern sowohl den Opfern als auch den Straftätern helfen kann.
Remorse on Death Row wird für Studenten und Wissenschaftler der Kriminologie, Psychologie und Soziologie von großem Interesse sein.