Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und detaillierte Untersuchung der Geschichte der Episkopalkirche in Bezug auf den Rassismus und hebt deren Komplexität und die Notwendigkeit dieser Darstellung hervor. Obwohl es gut recherchiert ist und als wertvolle Quelle dient, fanden einige Leser es zu technisch und hätten sich mehr persönliche Anekdoten gewünscht.
Vorteile:⬤ Gründlich recherchiert
⬤ gut dokumentiert
⬤ bietet einen klaren Überblick über Episkopale und Ethnie
⬤ hebt die Bedeutung des Verständnisses der Geschichte hervor
⬤ wesentlich für die Gläubigen in den USA.
⬤ Etwas technisch und auf Episkopale ausgerichtet
⬤ es fehlt an Anekdoten von der Basis und persönlichen Geschichten
⬤ mehr organisatorische Details als einige Leser bevorzugten.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Episcopalians and Race: Civil War to Civil Rights
Bei einem Treffen an einem afroamerikanischen College in North Carolina im Jahr 1959 gründete eine Gruppe schwarzer und weißer Episkopaler die Episcopal Society for Cultural and Racial Unity (Episkopale Gesellschaft für kulturelle und rassische Einheit) und verpflichtete sich, alle Unterscheidungen aufgrund von Ethnie, Volkszugehörigkeit und sozialer Klasse abzulehnen.
Sie wählten ein aus Psalm 133 abgeleitetes Motto: "Siehe, wie gut und fröhlich ist's, dass die Brüder einmütig beieinander wohnen". Obwohl die geistigen Absichten dieser Personen positiv waren, war die Realität der Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen in der Kirche viel komplizierter.
Episcopalians and Race untersucht die oft ambivalente Beziehung zwischen schwarzen Gemeinden und der überwiegend weißen Führung der Episkopalkirche seit dem Bürgerkrieg. Mit besonderem Augenmerk auf die 1950er und 60er Jahre analysiert Gardiner Shattuck die Auswirkungen der Bürgerrechtsbewegung auf das kirchliche Leben, insbesondere in den Südstaaten. Er erörtert die hochgesteckten Ziele der Kirche - beispielhaft dargestellt durch die Episcopal Society for Cultural and Racial Unity - sowie unwürdige Praktiken und Haltungen, wie etwa die Nichtanerkennung der Rolle schwarzer Geistlicher und Laien innerhalb der Konfession.
Die Bemühungen der großen protestantischen Konfessionen waren im Kampf für die Bürgerrechte von entscheidender Bedeutung, und die Episkopalen investierten viel Zeit und Ressourcen in das Streben nach Rassengleichheit und in die Stärkung der Missionsarbeit für Afroamerikaner im Süden. Shattuck bietet eine Insider-Geschichte der erfolgreichen und erfolglosen Bemühungen der Episkopalen, sich mit Ethnie und Rassismus seit dem Bürgerkrieg auseinanderzusetzen.