
Epistolary Entanglements in Film, Media and the Visual Arts
Diese Sammlung geht von der Beobachtung aus, dass Online-Kommunikationsformen - die E-Mail, der Blog, die Textnachricht, der Tweet - tatsächlich von alten Formen des Briefes heimgesucht werden: dem Brief und dem Tagebuch.
Indem die Sammlung die Allgegenwart des Schreibens in einer Vielzahl von Medien untersucht, fügt sie den Genres der Selbstdarstellung, sowohl den literarischen (Briefe, Tagebücher, Autobiografien) als auch den filmischen (Liebesdramen, interkulturelles Kino, Essayfilme, Künstlervideos und Online-Medien), die Kategorie des Epistolary Screens hinzu. Die Kategorie „Briefe“ fasst eine zunehmend paradoxe Beziehung zwischen dem Schreiben und dem Selbst zusammen: Zum einen beschreibt sie das Selbst, das in Briefen, Tagebüchern, Blogs, Texten, E-Mails und Tweets in anschaulicher Weise beschrieben wird; zum anderen trägt sie der Tatsache Rechnung, dass Abwesenheit die Kommunikation verkompliziert und die Menschen eher verstrickt als geordnet zusammenbringt.
Die Sammlung befasst sich mit der sich verändernden visuellen/textuellen Struktur von Bildschirmmedien und untersucht, was für unser Verständnis von Selbstdarstellung auf dem Spiel steht, wenn sie buchstäbliche Formen annimmt.