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Experience and Empiricism: Hegel, Hume, and the Early Deleuze
Eine klärende Untersuchung des ersten Buches von Gilles Deleuze zeigt, wie er später das Problem der Immanenz in das Problem der Differenz umwandeln wird.
Trotz der breiten Rezeption, die Gilles Deleuze in den Geisteswissenschaften erfahren hat, ist die Forschung über sein Frühwerk spärlich geblieben. Experience and Empiricism schließt diese Lücke mit einer detaillierten Untersuchung von Deleuzes erstem Buch, Empiricism and Subjectivity, das dem philosophischen Projekt von David Hume gewidmet ist.
Russell Ford argumentiert, dass dieses Werk schlecht verstanden wird, wenn man es einfach als eigenständige Studie über Hume liest. Seine Bedeutung wird nur im Kontext einer größeren Problematik deutlich, die die moderne europäische Philosophie beherrschte und weiterhin prägt: die begriffliche Konstitution einer rein immanenten Darstellung der Existenz. Während die Bedeutung dieser Debatte in der zeitgenössischen Wissenschaft anerkannt ist, wurde ihre Genealogie - einschließlich Deleuzes Platz darin - bisher unterschätzt.
Dieses Buch zeigt, wie Deleuze direkt in eine laufende Debatte zwischen seinen Lehrern Jean Wahl und Jean Hyppolite über Erfahrung und Empirie eingreift, eine Intervention, die die berühmte Begegnung zwischen Rationalismus und Empirie, aus der Kants kritische Philosophie hervorging, wieder aufgreift. Was, so fragt Deleuze, hätte passieren können, wenn Hume derjenige gewesen wäre, der durch die rationalistische Herausforderung Kants aus seinem empirisch-dogmatischen Schlummer geweckt wurde?