Erinnerungen an Madagaskar und die Sklaverei im schwarzen Atlantik

Bewertung:   (4,6 von 5)

Erinnerungen an Madagaskar und die Sklaverei im schwarzen Atlantik (Wendy Wilson-Fall)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet tiefe historische Einblicke in den Sklavenhandel in Madagaskar und zeichnet sich durch seinen wissenschaftlichen Ansatz aus, der alle an madagassischem Erbe und Geschichte Interessierten anspricht.

Vorteile:

Es ist gut recherchiert, informativ, dient als Standardwerk zu einem bisher nicht ausreichend dokumentierten Thema, eignet sich hervorragend für ein tieferes Verständnis und trägt zur Sichtbarkeit des madagassischen Erbes bei.

Nachteile:

Erfordert hohe Konzentration, was für manche Leser eine Herausforderung sein könnte.

(basierend auf 6 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Memories of Madagascar and Slavery in the Black Atlantic

Inhalt des Buches:

Vom siebzehnten bis ins neunzehnte Jahrhundert wurden Tausende von Madagassen als Sklaven in amerikanische Häfen gebracht. In Memories of Madagascar and Slavery in the Black Atlantic (Erinnerungen an Madagaskar und die Sklaverei im schwarzen Atlantik) zeigt Wendy Wilson-Fall, dass die Nachkommen dieser madagassischen Sklaven in den Vereinigten Staaten eine ethnische Identität bewahrten, die diejenigen aus den Gebieten, die den atlantischen Sklavenhandel am häufigsten versorgten, nicht hatten. Generationen später haben Hunderte, wenn nicht Tausende von Afroamerikanern eine starke Identität als Nachkommen madagassischer Sklaven, doch die Geschichte der madagassischen Sklaven, Seeleute und ihrer Nachkommen wurde bisher kaum erforscht.

Wilson-Fall untersucht, wie und warum die Geschichten, die dieser Identität zugrunde liegen, in den Familien weitergegeben wurden - und was dies über allgemeinere Fragen der ethnischen Zugehörigkeit und der Bedeutungsgebung für diejenigen aussagt, deren familiäre Herkunft, wenn überhaupt dokumentiert, von der Geschichte absichtlich verschleiert wurde.

Durch die Analyse zeitgenössischer mündlicher Überlieferungen sowie historischer Aufzeichnungen und die Untersuchung der Konflikte zwischen den beiden untersucht Wilson-Fall sorgfältig die Spannungen zwischen dem Offiziellen und dem Persönlichen, dem Geschriebenen und dem Erlebten. Sie legt nahe, dass die schwarze Gemeinschaft historisch gesehen ein Schmelztiegel war, dem Generationen von Einwanderern - versklavte und freie - gesellschaftlich zugewiesen wurden, oft trotz ihres Wunsches, weitaus komplexere Identitäten zu behalten. Innovativ in seiner Methodik und poetisch in seiner Formulierung, schlägt dieses Buch eine Brücke zwischen Geschichte und Ethnographie, um Studien über Diaspora, ethnische Zugehörigkeit und Identität auf neues Terrain zu führen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780821421932
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2015
Seitenzahl:244

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