
Voicing Memories, Unearthing Identities: Studies in the Twenty-First-Century Literatures of Eastern and East-Central Europe
In der als Ost- und Ostmitteleuropa bekannten Region wurde der von der Gedächtnisforschung bereitgestellte Rahmen sehr wertvoll, um die Überfülle an Interpretationen und widersprüchlichen Perspektiven auf die Ereignisse des 20. Jahrhunderts zu verstehen.
Das Trauma zweier Weltkriege, die Entwicklung eines kollektiven Bewusstseins nach nationalen und ethnischen Kategorien, Geschichten über zerstörte Länder und Leben von Menschen und der Widerstand gegen die Herrschaft autoritärer und totalitärer Schreckensmächte - diese Entwicklungen haben komplexe Identitätsschichten entstehen lassen. Der vorliegende Band widmet sich dem Thema Identität als Dreh- und Angelpunkt der Erinnerungs- und Literaturwissenschaft.
In diesem Zusammenhang geht es um die Frage der kulturellen Aushandlung, wie sie zwischen Erinnerung und Literatur, Geschichte und Literatur sowie Erinnerung und Geschichte anhand zeitgenössischer Autoren und ihrer Werke Gestalt annahm. Die Autoren nehmen die Literatur von Ländern wie Estland, Polen, Serbien, der Ukraine und Russland zum Ausgangspunkt und erläutern deren Bedeutung aus geographischer, theoretischer und thematischer Sicht.