Bewertung:

Barbara Childs „Erinnerungen eines Vietnam-Veteranen“ ist eine ergreifende und erschütternde Untersuchung der dauerhaften Auswirkungen des Krieges auf Veteranen und deren Angehörige, die mit technischem Geschick und emotionaler Tiefe präsentiert wird. Das Buch befasst sich mit den komplexen Themen der moralischen Verletzung und den Herausforderungen, denen sich die Kriegsheimkehrer stellen müssen, und ist damit eine wichtige Lektüre für alle, die sich für die Auswirkungen des Krieges interessieren.
Vorteile:Gekonnter Schreibstil, der eine komplexe Geschichte mit emotionaler Tiefe vermittelt.
Nachteile:Bietet Einblick in die Kämpfe von Veteranen und ihren Familien.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Memories of a Vietnam Veteran: What I Have Remembered and What He Could Not Forget
Barbara Child schrieb mit Herz und Seele einen Brief an ihren Lebensgefährten Alan Morris, während er sich in dem gemeinsamen Haus in Florida aufhielt und sie in Kalifornien zur Schule ging. Er war ein Vietnamkriegsveteran, und sie belegte einen Seminarkurs über Krieg - insbesondere den Vietnamkrieg. Sie reichte ihren Brief als Hausarbeit für den Kurs ein und nannte ihn "Offener Brief an einen Vietnamveteranen". Etwas mehr als zwei Jahre später forderte der Krieg schließlich seinen Tribut von Alan. Er hielt sich einen Colt. 45 an seinen Kopf und drückte ab. Barbara las einen Teil ihres Briefes als Trauerrede bei seiner Beerdigung vor.
Dieser Brief führte erst zu einer Sache, dann zu einer anderen. Schließlich begann Barbara eine Analyse bei einem Jungschen Psychologen und teilte ihm den Brief mit. Sie begann, mehr und mehr über Alan zu sprechen. Sie begann, mehr und mehr über Alan zu schreiben. Aus diesen Aufzeichnungen entstand dieses Buch.
Memories of A Vietnam Veteran (Erinnerungen eines Vietnamveteranen) zeigt aus der Sicht eines Partners, wie posttraumatischer Stress und moralische Verletzungen unerbittlich ihren Tribut an Körper, Geist und Seele eines Veteranen fordern, der als Sanitäter im Vietnamkrieg diente. Das Buch zeigt auch, wie die Jungsche Traumarbeit mit einem fachkundigen, fürsorglichen Analytiker Erinnerungen und die Bedeutung von gesuchten und ungesuchten Erinnerungen hervorbringen kann. Letztendlich ist dieses Buch sowohl ein Werk der Liebe als auch ein leidenschaftlicher Aufschrei im Namen aller Kriegsopfer, unabhängig davon, welchen Anteil sie an dem Leiden haben.