Bewertung:

Marc Kristals Roman „Permission“ ist eine einzigartige und introspektive Erkundung eines Mannes, der sich durch eine Reihe von Interaktionen in der verführerischen, aber problematischen Welt der Prostituierten und des Hollywood-Lifestyles mit seiner Identität auseinandersetzt. Der Protagonist begibt sich auf eine Reise der Selbstfindung inmitten persönlicher und beruflicher Turbulenzen. Die Erzählung ist sowohl humorvoll als auch tiefgründig und fordert den Leser auf, über sein eigenes Leben nachzudenken.
Vorteile:Der Roman wird für seine neue Perspektive gelobt, insbesondere dafür, dass er aus der Sicht eines Freiers geschrieben ist, was in der Literatur nur selten thematisiert wird. Der Schreibstil wird als eloquent, witzig und fesselnd beschrieben, mit Momenten von großer emotionaler Tiefe. Die Leser schätzen die Mischung aus Humor und ernsthafter thematischer Auseinandersetzung mit Identität, Beziehungen und persönlicher Freiheit. Auch die lebendigen Schilderungen von Los Angeles und die Kämpfe eines Schriftstellers, der sich in Hollywood zurechtfindet, kommen gut an und machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass der Roman zwar reich an Details ist, aber auch emotional sehr anstrengend sein kann und manche Leser möglicherweise überfordert. Die schwerwiegenden Themen und die Komplexität des Lebens des Protagonisten könnten nicht alle Leser ansprechen. Auch wenn sich die Erzählung um Originalität bemüht, gibt es Kritik an der Vielzahl der Charaktere und dem komplizierten Prosastil, der für manche Leser eine Herausforderung darstellen könnte.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Permission
Wie weit wären Sie bereit zu gehen... für die Erlaubnis?
Permission spielt im kriminalitäts-, aufstands- und erdbebengeplagten Los Angeles der 1990er Jahre und erzählt die Geschichte eines Drehbuchautors, der kurz vor dem Erfolg steht und durch eine zerstörerische Ehe, die ihn in den Zusammenbruch treibt, aus der Bahn geworfen wird. Er behandelt seinen Zustand mit einem bodenlosen Abtauchen in Prostituierte und Kokain (seine unwahrscheinlichen Vehikel für Selbstanalyse und persönliche Offenbarung) und nutzt das, was er lernt - und die neue Beziehung, die er in dieser Unterwelt findet -, um mit seiner Natur ins Reine zu kommen und sein Leben zu ändern.
Komisch und erschreckend, schockierend explizit und doch zärtlich und lyrisch, ist Permission mehr als ein von Sex und Drogen angeheizter Fiebertraum - mehr als ein Porträt von LA, dem Kino und einer Ehe. Vielmehr geht es in Marc Kristals kompromisslosem, unvergesslichem Debütroman darum, wie wir uns Identitäten schaffen, die uns unsere Ängste überwinden und vor ihnen verstecken lassen, was passiert, wenn diese Ichs an ihre Grenzen stoßen - und wie die schlimmste Art von Chaos am Ende zum besten Ergebnis führen kann.