
Blind Visitor Experiences at Art Museums
Blind Visitor Experiences at Art Museums versucht, zwei Fragen zu beantworten:
⬤ Was verstehen Menschen angesichts des Leitprinzips, dass visuelle Kunst nur durch das Sehen verstanden werden kann, wenn das Sehvermögen vermindert oder nicht vorhanden ist?
⬤ Welche Auswirkungen hat der Verlust des Sehvermögens oder das Fehlen des Sehvermögens auf die kulturelle Identität in der Kunst, wenn man von der Erfahrung der Blindheit ausgeht?
Zu diesem Zweck werden sieben eingehende Fallstudien von Besuchern der Bildungsabteilung des Metropolitan Museum of Art in New York sowie die Erfahrungen zweier Lehrer bei der Leitung von Gruppen untersucht. Darüber hinaus enthält dieses Buch Erkenntnisse aus teilnehmenden Beobachtungen in Klassen und Tastführungen für blinde und sehbehinderte Menschen im Metropolitan Museum of Art.
Nach der Lektüre dieses Buches werden die Leser sowohl den passiven als auch den aktiven sozialen Ausschluss von den Einrichtungen des Museums verstehen (aktiver Ausschluss ist definiert als ein bewusster Akt des Ausschlusses, der auf der Überzeugung beruht, dass blinde Menschen nicht in der Lage sind, visuelle Kunst zu verstehen, während passiver Ausschluss definiert ist als Ausschluss, der aus einem Aspekt der Missbildung resultiert, wie z. B. ungeeignete Gebäudegestaltung oder Lernmaterialien oder ein Mangel an Ausbildung, Wissen, Ressourcen, Zugangsmaterialien oder Gebäuden).