Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgreifende Erforschung von Ernie Pyles Leben und Arbeit, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs, und hebt seinen Einfluss als Kriegsberichterstatter und seine Verbindung zum einfachen Mann hervor. Es wird für seine gründliche Recherche, die fesselnde Erzählweise und die bedeutenden Einblicke in Pyles Charakter und seine Beiträge geschätzt. Einige Leser finden jedoch Teile des Buches langatmig oder wiederholend, und es gibt Hinweise auf Probleme mit der Bindung des Buches.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte, fesselnde Erzählung, die das Wesen und die Beiträge von Ernie Pyle einfängt
⬤ aufschlussreiche Einblicke in den historischen Kontext und den Einfluss von Pyle auf den Journalismus
⬤ unterhaltsam und sinnvoll für Leser, die sich für den Zweiten Weltkrieg und das Erzählen von Geschichten interessieren.
⬤ Einige Leser finden, dass das Buch langsam zu lesen ist und sich gelegentlich wiederholt
⬤ es gibt Beschwerden über die schlechte Qualität des Einbands
⬤ einige finden, dass das Buch sich nicht genug auf den Kriegsaspekt konzentriert, was es für diejenigen, die Kriegsgeschichten suchen, weniger ansprechend macht.
(basierend auf 60 Leserbewertungen)
Ernie Pyle's War: America's Eyewitness to World War II
Als eine Maschinengewehrkugel in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs das Leben des Kriegsberichterstatters Ernie Pyle beendete, trauerten die Amerikaner im gleichen Atemzug um ihn wie um Franklin Roosevelt. Für Millionen schien der Verlust dieses amerikanischen Volkshelden fast so groß wie der Verlust des Präsidenten zu Kriegszeiten.
Wenn die verborgenen Schrecken und die Tapferkeit der Kämpfe in der Öffentlichkeit überhaupt noch präsent sind, dann wegen jener Schriftsteller, die sie beobachtet und aufgezeichnet haben, in dem Glauben, dass der Krieg zu wichtig ist, um ihn auf die privaten Erinnerungen der Krieger zu beschränken. Über all diesen Schriftstellern ragte Ernie Pyle wie ein Riese empor. Durch seine Worte und sein Mitgefühl erlangten die Amerikaner überall ihr Verständnis für das, was sie "The Good War" nannten.
Pyle beschritt einen schwierigen Weg zum Ruhm. Obwohl er unsicher und ängstlich war, vermittelte er in seiner populären Vorkriegskolumne ein sorgloses und freundliches Bild in der Öffentlichkeit, während er gleichzeitig mit inneren Dämonen und einer gequälten Ehe zu kämpfen hatte. Der Krieg bot Pyle eine Fluchtmöglichkeit aus seiner persönlichen Hölle.
Sie bot ihm auch ein Thema, das genau seinem Talent entsprach - einer scharfsinnigen Menschenkenntnis, einem unübertroffenen Blick für Details, einer tiefen Fähigkeit, sich mit den leidenden Soldaten zu identifizieren, die er sich zu eigen machte, und einem schlichten, aber poetischen Stil, der an Mark Twain und Will Rogers erinnerte. Diese Eigenschaften brachte er in die Schlacht um Großbritannien und alle großen amerikanischen Kampagnen des Krieges ein - Nordafrika, Sizilien, Italien, D-Day und Normandie, die Befreiung von Paris und schließlich Okinawa, wohin er sich aufgrund seines enormen öffentlichen Ansehens gezwungen sah, obwohl er den Tod voraussah.
In dieser ungemein fesselnden, liebevollen und doch kritischen Biografie macht der Journalist und Historiker James Tobin einen Ernie Pyle-Job, indem er das Leben und die Mühen dieses seltsamen, gebrechlichen, kahlen kleinen Mannes, dessen Hassliebe zum Krieg unsere eigene widerspiegelt, perfekt wiedergibt. Ernie Pyle's War basiert auf Dutzenden von Interviews und umfangreichen Recherchen in wenig bekannten Archiven und ist eine selbstironische Tour de Force. Wer es liest, lernt Ernie Pyle kennen, und vor allem seinen Krieg.