
Something's Gotta Change: Redefining Collaborative Linguistic Research
Indigene Völker wehren sich gegen die mehr als 200 Jahre währende Kolonialisierung und lehnen es ab, von der Wissenschaft als "Subjekte" der Forschung betrachtet zu werden.
In vielen indigenen Gemeinschaften in ganz Australien findet eine stille Revolution statt, eine Revolution, die darauf besteht, dass wir die Kontrolle über unsere Sprachen und unser kulturelles Wissen haben - dass unsere Sprachen ein Teil unserer Zukunft sind, nicht unserer Vergangenheit. Wir fordern unser Recht zurück, selbst zu bestimmen, wie die sprachliche Forschung in unseren Gemeinschaften abläuft und wie wir in Zukunft mit der Wissenschaft zusammenarbeiten wollen.
Dieses Buch ist ein unverzichtbarer Leitfaden für nicht-indigene Linguisten, die sich intensiver mit indigenen Gemeinschaften auseinandersetzen und wirklich kollaborative Forschungspartnerschaften bilden wollen. Es konkretisiert und definiert ethische linguistische Forschung und Arbeit mit indigenen Völkern und Gemeinschaften neu, wobei es über die Linguistik hinaus Anwendung findet.
Durch eine Neubewertung dessen, was es aus indigener Sicht bedeutet, eine gefährdete Sprache zu "retten", zeigt Something's Gotta Change, wie linguistische Forschung eine positive Rolle dabei spielen kann, gefährdete Sprachen zu erhalten (zu bewahren) oder wieder in unseren Sprachgebrauch aufzunehmen (zurückzugewinnen).