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Donkeys in the Biblical World: Ceremony and Symbol
In diesem Band erforscht Kenneth Way die Rolle des Esels in der Symbolik und den Zeremonien der biblischen Welt. Seine Studie ist die einzige, die eine umfassende Untersuchung von Eseln in altorientalischen Texten, archäologischen Funden und der hebräischen Bibel bietet. Way zeigt, dass Esel im Glauben und in den Ritualen des alten Nahen Ostens und insbesondere in Kanaan-Israel einen besonderen Stellenwert hatten.
Der Schwerpunkt auf Zeremonien und Symbolen umfasst soziale und religiöse Gedanken und Praktiken, die sich in alten Texten und der materiellen Kultur in Bezug auf den Esel widerspiegeln. Zu den zeremoniellen Überlegungen gehören Fragen der Opferung, der Ratifizierung von Verträgen, des Verzehrs, des Todes, der Bestattung, der "Sündenbock"-Rituale und der Stiftungsgelder; zu den symbolischen Überlegungen gehören Fragen der Charakterisierung, der Assoziation, der Funktion, des Verhaltens und der ikonographischen Darstellung. Die Unterscheidung zwischen Zeremonie und Symbol ist jedoch nicht strikt. In vielen Fällen gehen diese beiden Kategorien eine Symbiose ein.
Der Bedarf an dieser Studie über Esel ist in den Disziplinen, die sich mit der biblischen Welt beschäftigen, sehr offensichtlich. Es gibt keine einzige Monographie oder einen Artikel, der dieses Thema umfassend behandelt. Philologen haben die Bedeutung der amoritischen Redewendung "einen Esel töten" erörtert, und Archäologen haben das Phänomen der Eselsbestattungen diskutiert. Aber bis jetzt haben weder Philologen noch Archäologen versucht, alle zeremoniellen und symbolischen Daten über Esel aus Gräbern, altorientalischen Texten und der hebräischen Bibel zusammenzutragen. Die Studie von Way füllt diese Lücke.