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Food, Power, and Resistance in the Andes: Exploring Quechua Verbal and Visual Narratives
Essen, Macht und Widerstand in den Anden ist eine dynamische, interdisziplinäre Studie darüber, wie die symbolischen und pragmatischen Bedeutungen von Lebensmitteln den Zugang zu Macht und die Möglichkeit des Widerstands in den Anden beeinflussen.
In den Anden bietet das Kochen den Quechua-Frauen oft einen diskursiven Raum, um wirtschaftliche Selbstständigkeit zu erreichen, sich kreativ auszudrücken und soziokulturelle Identitäten und Praktiken aufrechtzuerhalten. Dieses Buch untersucht die Art und Weise, wie künstlerische Darstellungen von Lebensmitteln und Köchen oft subversive Bedeutungen vermitteln, die sich Versuchen widersetzen, indigene Andenbewohner - und insbesondere Quechua-Frauen - an den Rand der Macht zu stellen.
Neben einer Einführung in die Bedeutungen und Symboliken, die mit verschiedenen andinen Nahrungsmitteln verbunden sind, enthält dieses Buch auch eine literarische Analyse andiner Poesie und Prosa sowie mehrere mündliche Quechua-Erzählungen, die von der Autorin während einer mehrjährigen Feldforschung in den südlichen peruanischen Anden gesammelt und übersetzt wurden. Das Buch folgt dem thematischen Faden der künstlerischen Darstellung von Lebensmitteln und ermöglicht es dem Leser, eine Vielzahl andiner Kunstformen zu erkunden, die sowohl in kolonialen als auch in zeitgenössischen Kontexten entstanden sind. In Genres wie dem Roman, der mündlichen Quechua-Erzählung, der historischen Chronik, den Zeugenaussagen, der Fotografie, der Malerei und dem Film stellen Künstler Quechua-Köche dar, die ihren Zugang zur Lebensmittelzubereitung und -verteilung als Taktik nutzen, um sich den Versuchen einer patriarchalischen Hegemonie zu entziehen, ihre Stimmen, Wünsche, Werte und kulturellen Ausdrucksformen zum Schweigen zu bringen.
Ob mündlich, visuell oder in einem Printmedium präsentiert, jede dieser Erzählungen stellt Essen und Kochen als einen Ort dar, an dem Konflikte ausgetragen, symbolische Bedeutungen verhandelt und Identitäten (re)konstruiert werden. Food, Power, and Resistance ist für Anden- und Ernährungswissenschaftler sowie für Studierende der Anthropologie und Lateinamerikastudien von Interesse.