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Ethics in Participatory Research for Health and Social Well-Being: Cases and Commentaries
Die partizipative Forschung ist ein etablierter Ansatz, bei dem Menschen mit direktem Interesse an oder Erfahrung mit dem untersuchten Thema in die Forschungsarbeit einbezogen werden. Sie wirft jedoch einzigartige und schwierige ethische Fragen auf. Traditionelle Bedenken hinsichtlich der Wahrung der Rechte auf Vertraulichkeit, Zustimmung, Privatsphäre und Schutz der "Forschungsinformanten" lassen sich nicht ohne weiteres auf die partizipative Forschung übertragen. Die Grenzen zwischen Forschern und Geforschten sind oft fließend.
Der Verlauf der Forschung kann sich entwickeln und unvorhersehbar sein.
Und die wichtigsten ethischen Fragen drehen sich um Partnerschaft, Macht, Gleichberechtigung und Respekt vor unterschiedlichen Wissensbeständen.
Das Buch führt in die wichtigsten ethischen Fragen der partizipativen Forschung ein und stützt sich dabei auf die ethische Theorie und die einschlägige Literatur, bevor es sieben inhaltliche Kapitel vorstellt, die sich jeweils mit einem anderen Thema befassen, etwa mit Macht, Eigentum, Vertraulichkeit und Grenzen. Die Kapitel enthalten einen einführenden Überblick über das Thema mit Verweis auf die Literatur, gefolgt von vier Fallbeispielen aus der Praxis, die von partizipativen Forschern verfasst wurden, und kurzen Kommentaren zu jedem Fall. Die aus der ganzen Welt (von Dänemark bis Tansania) stammenden Fälle veranschaulichen eine Reihe von ethischen Fragen und zeigen auf, wie sie gehandhabt wurden und welche Überlegungen und Gefühle die Autoren hatten.
Mit dem Schwerpunkt auf der Entwicklung eines ethischen Bewusstseins, des Selbstbewusstseins und des Mutes, in ethisch schwierigen Situationen in der täglichen Forschungspraxis zu handeln, ist dieses Buch eine unschätzbare Ressource für alle partizipativen Forscher.