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Learning Race, Learning Place: Shaping Racial Identities and Ideas in African American Childhoods
In einer amerikanischen Gesellschaft, die sowohl immer vielfältiger als auch zunehmend segregiert ist, sind die Signale, die Kinder zum Thema Rasse erhalten, verwirrender denn je. Wie verhandeln Kinder in diesem Kontext die Bedeutung der vielfältigen und widersprüchlichen Botschaften und entwickeln ihre eigenen Vorstellungen über Rasse? Learning Race, Learning Place" geht dieser Frage auf der Grundlage ausführlicher Interviews mit einer wirtschaftlich heterogenen Gruppe afroamerikanischer Kinder und ihrer Mütter nach.
Anhand dieser reichhaltigen Erzählungen versucht Erin N. Winkler, die Art und Weise, wie Kinder ihre Vorstellungen über Rasse entwickeln, neu auszurichten, indem sie einen neuen Rahmen - umfassendes rassistisches Lernen - einführt, der zeigt, wie wichtig es ist, diesen Prozess aus der Sicht der Kinder zu betrachten und ihren Interpretationen ihrer Erfahrungen zuzuhören, die sich oft von dem unterscheiden, was die Erwachsenen um sie herum erwarten oder beabsichtigen.
Auf Anregung der Kinder untersucht Winkler die Rolle der verschiedenen Akteure und Einflüsse, darunter Geschlecht, Hautfarbe, farbenblinde Rhetorik, Gleichaltrige, Familie, Medien, Schule und insbesondere der Ort. Sie rückt die komplexe und wenig untersuchte Macht des Ortes in den Vordergrund und stellt die These auf, dass die rassischen Identitäten und Erfahrungen der Kinder zwar von einer nationalen Konstruktion der Rasse geprägt sind, dass sie aber auch spezifisch für einen bestimmten Ort sind, der sowohl direkten als auch indirekten Einfluss auf ihre rassischen Identitäten und Vorstellungen ausübt.