Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde Erkundung von Sarah Bickfords Leben und stellt eine wichtige, weniger bekannte Perspektive auf die Rolle der Frau im amerikanischen Westen dar. Es ist gut recherchiert und fesselnd, was es zu einer sehr empfehlenswerten Lektüre für alle macht, die sich für diese Zeit der Geschichte interessieren.
Vorteile:Gut recherchiert, faszinierende Erzählung, lenkt die Aufmerksamkeit auf eine inspirierende Figur der Geschichte, angenehm zu lesen, bietet einen anderen Blick auf den Wilden Westen.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine wesentlichen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Race and the Wild West, 17: Sarah Bickford, the Montana Vigilantes, and the Tourism of Decline, 1870-1930
Ausgezeichnet mit dem "SPUR Award" der Western Writers of America und dem "Gita Chaudhuri Prize" der Western Association of Women Historians.
Sarah Blair Bickford (1852-1931) wurde als Sklavin im östlichen Tennessee geboren und gelangte noch als Teenager ins Montana-Territorium, wo sie sich in der Bergbau-Boomtown Virginia City niederließ. Race and the Wild West" ist die erste umfassende Biografie dieser bemerkenswerten Frau, deren Lebensgeschichte neue Einblicke in Rasse und Zugehörigkeit im amerikanischen Westen um die Jahrhundertwende bietet.
Viele Jahre lang passte die bekannte Biografie von Sarah Bickford in einen einzigen Absatz. Indem er ihr Leben in seiner ganzen Komplexität untersucht, füllt Arata die lange Zeit für unwiederbringlich gehaltenen "stummen Stellen" in ihrer Geschichte aus. Bevor sie sich als erfolgreiche Unternehmerin etablierte, war sie zweimal verheiratet, beide Male mit weißen Männern. Ihr erster Mann, ein irischer Einwanderer, misshandelte sie körperlich, bis sie sich 1881 von ihm scheiden ließ. Ihre drei Kinder starben alle, bevor sie zehn Jahre alt waren. 1883 heiratete sie Stephen Bickford und gebar ihm vier weitere Kinder. Nach seinem Tod erbte sie seine Anteile an der Virginia City Water Company und erwarb 1917 das alleinige Eigentum.
In ihrem letzten Lebensjahrzehnt setzte sich Bickford aktiv für den Erhalt und die Förderung eines historischen Gebäudes in Virginia City ein, das vor allem als Ort des brutalen Lynchmords an fünf Männern im Jahr 1864 bekannt ist. Ihre auffällige Rolle bei der Entwicklung einer frühen Form des Kulturtourismus stellt die lange Zeit vorherrschende Sichtweise in Frage, die den weißen Mann in den Mittelpunkt des Mythos "Wilder Westen" und seiner Förderung stellt.
Bickfords Geschichte bietet einen Einblick in die Dynamik der Ethnie im ländlichen Westen. Auch wenn ihre Erfahrungen sich einer einfachen Kategorisierung entziehen, so ist doch klar, dass ihr Umgang mit sozialen Normen und rassischen Barrieren nicht auf Ausnahmeerscheinungen oder Alibi-Maßnahmen beruhte. Stattdessen hat sie sich ein Leben aufgebaut, das es verdient, auf seine eigene Art und Weise verstanden zu werden. Durch umfassende Recherchen und nuancierte Analysen fördert Laura J. Arata unser Verständnis für eine Frau, deren Leben die widersprüchlichen Überschneidungen von Hoffnung und Enttäuschung verkörperte, die das Leben mutiger Pioniere vieler Ethnien im amerikanischen Westen des frühen 20. Jahrhunderts kennzeichneten.