Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde und informative Erkundung von sieben evangelikalen Kirchen, die ein tiefes Verständnis ihrer gottesdienstlichen Praktiken und der Gründe für diese Praktiken vermittelt.
Vorteile:Das Buch ist informativ, fesselnd und regt zum Nachdenken an. Es bietet eine lebendige Darstellung der einzelnen Kirchen und Gemeinden, hebt die Gründe für die gottesdienstlichen Praktiken hervor und regt zum Nachdenken über die eigenen Annahmen über den Kirchenbetrieb an.
Nachteile:In der Rezension werden keine spezifischen Nachteile erwähnt, was darauf schließen lässt, dass der Leser eine positive Erfahrung ohne nennenswerte Nachteile gemacht hat.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Evangelical Worship: An American Mosaic
Wer in den Vereinigten Staaten das Wort „evangelikaler Gottesdienst“ in den Mund nimmt - selbst wenn er nicht besonders religiös ist -, dem wird wahrscheinlich unwillkürlich ein Bild in den Sinn kommen: eine Masse weißer Gläubiger aus der Mittelschicht mit geschlossenen Augen, nach oben geneigten Gesichtern und zum Himmel erhobenen Händen. Doch trotz der zentralen Bedeutung dieses Bildes haben viele Wissenschaftler den evangelikalen Gottesdienst als wenig mehr als eine manipulative Anstrengung zur Erweckung eines frommen Rausches unterschätzt.
Er wird häufig als Wiederholung der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts oder als Nachahmung weltlicher Unterhaltung abgetan - drei christliche Rocksongs und ein geistlicher TED-Talk. Doch wenn wir uns nicht ernsthaft mit diesem Gottesdienst auseinandersetzen, entgehen uns wichtige Einblicke in eine Form des Protestantismus, die in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt weitreichenden Einfluss ausübt.
Evangelical Worship bietet einen neuen Weg für das Studium des amerikanischen evangelikalen Christentums. Melanie C.
Ross verknüpft Erkenntnisse aus der amerikanischen Religionsgeschichte und der Liturgiewissenschaft und erweckt auf der Grundlage umfangreicher Feldforschung in sieben Gemeinden den zeitgenössischen evangelikalen Gottesdienst zum Leben. Sie argumentiert, dass der gemeinsame Gottesdienst kein peripheres „Extra“ ist, das an eine voll ausgebildete spirituelle, politische und kulturelle Bewegung angehängt wird, sondern vielmehr der Schmelztiegel, durch den die Gemeinden ihre einzigartigen Beiträge zum amerikanischen Mosaik, das als Evangelikalismus bekannt ist, schmieden, diskutieren und umsetzen.