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Evita: The Life and Work of Eva Pern
Das 1970 veröffentlichte Buch Evita: The Life and Work of Eva Pern war kühnerweise als Nachfolger der erfolgreichen und umstrittenen grafischen Biografie Life of Che von 1969 gedacht. Hector Germn Oesterheld entwarf das Buch, und das Vater-Sohn-Gespann Alberto und Enrique Breccia zeichnete den Comic - aber der Text wurde vor der Veröffentlichung „gesäubert“.
Im Jahr 2001 wurde endlich eine restaurierte Version von Evita mit Oesterhelds unzensiertem Originaldrehbuch auf Spanisch veröffentlicht, die hier zum ersten Mal ins Englische übersetzt wird. Auf nur 72 kühn geschriebenen Hell-Dunkel-Seiten zeichnet diese grafische Biografie ein komplexes Porträt einer zentralen argentinischen Persönlichkeit, die von ihrem Volk geliebt und gleichzeitig geschmäht wurde. Geboren im ländlichen Argentinien in extremer Armut, zog sie nach Buenos Aires, wo sie Oberst Pern kennenlernte und heiratete, der später Präsident Argentiniens wurde.
Als First Lady, die liebevoll Evita genannt wurde, widmete sie sich der sozialen Wohlfahrt und den Rechten der Arbeiter, setzte sich für das Frauenwahlrecht ein und wurde als „geistige Führerin der Nation“ bekannt. Während sie als internationale Ikone gilt und zu feierlichen Werken wie Andrew Lloyd Webbers Broadway-Show Evita aus dem Jahr 1976 inspirierte, verfolgt diese Biografie ihrer Landsleute einen weitaus schärferen und kritischeren Ansatz, indem sie sowohl die edlen Anliegen, für die sie kämpfte, als auch den Militarismus und die Unterdrückung durch das pernistische Regime beschreibt.