Experimentell: Amerikanische Literatur und die Ästhetik des Wissens

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Experimentell: Amerikanische Literatur und die Ästhetik des Wissens (Natalia Cecire)

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Originaltitel:

Experimental: American Literature and the Aesthetics of Knowledge

Inhalt des Buches:

In dieser kühnen neuen Studie über das amerikanische Schreiben und die Poetik des 20. Jahrhunderts vertritt Natalia Cecire die Ansicht, dass experimentelles Schreiben als historisches Phänomen verstanden werden sollte, bevor es als eine Reihe formaler Phänomene verstanden wird. Dies scheint kontraintuitiv zu sein, da experimentelles Schreiben auf seiner grundlegendsten Ebene als Schreiben verstanden werden kann, das mit etablierten Formen bricht. Indem er sich mit Figuren befasst, die normalerweise nicht als experimentell gelten, wie Stephen Crane, Jacob Riis, Busby Berkeley, Ursula K. Le Guin und Gottlob Frege, bietet Experimental einen neuen Blick auf Autoren, die oft als Zentrum oder Ausgangspunkt einer experimentellen literarischen Tradition in den Vereinigten Staaten angesehen werden, darunter Gertrude Stein, Ezra Pound, William Carlos Williams und Marianne Moore. Als Reaktion auf eine Legitimationskrise in der Wissensproduktion leiht sich diese Tradition die Sprache der Wissenschaften und verändert sie.

Unter Rückgriff auf die Terminologie der Wissenschaftsgeschichte beruft sich Cecire auf die epistemische Tugend, die ethische Werte an die Produktion von Wissen bindet, um die verschiedenen Wissenspraktiken der Jahrhundertwende zu organisieren, die in das experimentelle Schreiben einfließen. Unter Verwendung dieser epistemischen Tugenden als strukturierendes Konzept für die Argumentation des Buches zeigt Cecire, dass experimentelles Schreiben, wie wir es heute verstehen, keine Experimente durchführt (im Sinne einer Methode), sondern vielmehr epistemische Tugenden ausführt. Experimentelle Texte verkörpern die epistemischen Tugenden des Blitzes, der Objektivität, der Präzision und des Kontakts, die mit den Bevölkerungswissenschaften, der Neuroanatomie, der Naturgeschichte und dem Werkzeugbau bzw. der Anthropologie verbunden sind. Doch welche Tugenden Vorrang haben, kann sehr unterschiedlich sein, ebenso wie die literarischen Formen, in denen sie sich manifestieren.

Bis in die 1980er Jahre hinein enthüllt Cecire die amerikanische experimentelle Literaturtradition als eine konzertierte und weitgehend erfolgreiche Neuschreibung der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Sie zeigt, wie die Language Poets, eine Gruppe vorwiegend weißer experimenteller Schriftsteller, dem Kanon das zurückgaben, was sie als das wahre Erbe der Moderne ansahen, dessen Einsatz gleichzeitig politisch und erkenntnistheoretisch war: Es brachte einen Dichter hervor, der ein Intellektueller war, und einen Text, der experimentell war.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781421433776
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2019
Seitenzahl:320

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