
Extravagant: Crossings of Modern Poetry And Modern Ph
In The Extravagant erforscht Robert Baker das Zusammenspiel von Poesie und Philosophie in der Moderne, wobei er sich mit einem breiten Spektrum von Schriftstellern auseinandersetzt: Kant, Wordsworth und Lyotard in einem Kapitel über das Erhabene.
Rimbaud, Nietzsche und Bataille in einem Kapitel über die visionäre Suche.
Und Kierkegaard, Dickinson, Mallarm und Derrida in einem Kapitel über apokalyptische Negativität. Sein Hauptanliegen ist es, die Abenteuer einer "extravaganten" oder "wandernden" Sprache zu beleuchten, die Dichter und Philosophen seit der Romantik in Opposition zu den vorherrschenden sozialen und diskursiven Rahmenbedingungen einer durch und durch instrumentalisierten Welt unternommen haben. Die größere interpretative Erzählung, die das Buch prägt, ist, dass in der gesamten modernen Kultur eine Dialektik von instrumenteller Vernunft und kreativer Negativität am Werk war. Baker argumentiert, dass die Abenteuer des forschenden Wanderns in der romantischen Periode als verdrängte Artikulationen älterer religiöser Diskurse auftauchen. Angesichts der vorherrschenden Trends in der modernen Welt führen diese Abenteuer jedoch immer wieder zu schweren Zusammenstößen und Krisen, auf die sie später revidiert oder weiter verdrängt werden. Im Laufe der Zeit, in der instrumentelle Strukturen jeden Bereich des modernen Lebens verunstalten, sind Poetiken und Philosophien, die im Widerspruch zu diesen Strukturen stehen, gezwungen, frühere Stimmen in ihren Traditionen, die ihre transformative Kraft verloren zu haben scheinen, zu kritisieren und zu übertreffen. Auf diese Weise, so argumentiert Baker, entfalten sich diese Abenteuer allmählich zu verschiedenen Diskursen des Negativen, die in der zeitgenössischen Kultur vorherrschen: Diskurse der Dezentrierung, der Zerstreuung, des Verderbens und des Irrtums. Es ist diese Dialektik, die Baker in dieser ambitionierten Studie nachzeichnet und interpretiert.