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Fable in the Blood: The Selected Poems of Byron Herbert Reece
Die hier versammelten Gedichte stammen von einem der faszinierendsten und talentiertesten Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts in Georgia. Byron Herbert Reece wurde 1917 in Union County, Georgia, geboren und verfasste in seinem kurzen Leben vier Gedichtbände und zwei Romane.
Bisher waren viele seiner Gedichte, die ursprünglich in den 1940er und 1950er Jahren veröffentlicht wurden, vergriffen. Reece, der treu die Verantwortung für die Farm seiner Familie übernahm, als seine Eltern krank wurden, war nie ein Dichter des akademischen Elfenbeinturms. Vielmehr rebellierte er gegen den aufkommenden New Criticism, der mit den Vanderbilt Fugitives, der damaligen Elite der Südstaatenpoesie, in Verbindung gebracht wurde.
In Reeces Werk spiegeln sich sowohl die verheerenden Auswirkungen des Todes seiner Eltern an Tuberkulose als auch sein eigenes Leiden an der Krankheit wider, das ihn dazu veranlasste, sich von anderen zu distanzieren: „Ein einsames Ding bin ich / Auf den Straßen aus Rost und Flammen / Die sich bei Sonnenuntergang in die Luft verdünnen.“ Reece beschäftigte sich auch mit seiner Ambivalenz gegenüber der Farm, die seine Einsamkeit aufrechterhielt, ihn aber auch vom Schreiben abhielt: „In den weiten, dunklen Wäldern streife umher / Und finde dort, was zu deiner Stimmung passt / Einen verwandten Geist, der sich bewegt / Wo die wilden Winde im Wald wehen.“ Reece' Poesie ist nachhallend und kontemplativ, und Jim Clark hat hier Werke aufgenommen, die für die wahre Anmut von Reece' Talent sprechen. Darüber hinaus dürfte Clarks aufmerksame Einführung das Interesse an diesem bemerkenswerten Südstaaten-Dichter steigern.