Falsche Anerkennung und Kämpfe um Anerkennung neu denken: Kritische Theorie jenseits von Honneth

Falsche Anerkennung und Kämpfe um Anerkennung neu denken: Kritische Theorie jenseits von Honneth (Douglas Giles)

Originaltitel:

Rethinking Misrecognition and Struggles for Recognition: Critical Theory Beyond Honneth

Inhalt des Buches:

Das Bedürfnis nach Gerechtigkeit für Einzelne, Gruppen und die Gesellschaft als Ganzes war vielleicht noch nie so dringend wie heute. Das Vorhandensein oder Fehlen sozialer Anerkennung spielt eine entscheidende Rolle sowohl bei sozialen Ungerechtigkeiten als auch bei den Bemühungen, diese zu überwinden und zu verhindern.

Die einflussreichen Ausführungen des Philosophen der Kritischen Theorie Axel Honneth über Anerkennung und den Kampf um Anerkennung enthalten wichtige Erkenntnisse über Ungerechtigkeit und Bewegungen für soziale Gerechtigkeit. Leider sind einige von Honneths Konzepten zu eng gefasst und bedürfen einer Erweiterung, damit sie bei der Betrachtung sozialer Ungerechtigkeiten und der Reaktionen auf diese Ungerechtigkeiten nützlich sind. Dies gilt insbesondere, wenn wir aktuelle Themen der sozialen Gerechtigkeit wie Black Lives Matter und die Klimakrise verstehen und darauf reagieren wollen.

Douglas Giles legt ein wichtiges Korrektiv und eine Ergänzung zu Axel Honneths Auffassung von Anerkennung vor, die den Konzepten von Anerkennung, Fehlanerkennung und Kämpfen um Anerkennung mehr Erklärungskraft verleiht.

Er kritisiert zunächst Honneths Darstellung von falscher Anerkennung als einfacher Mangel an Anerkennung und bietet eine alternative Sichtweise von falscher Anerkennung als komplex und mehrdimensional, die uns hilft, die Ursachen und Auswirkungen von Ungerechtigkeiten besser zu verstehen. Anschließend befasst er sich kritisch mit Honneths Darstellung des Kampfes um Anerkennung - der Emanzipation von Ungerechtigkeit.

Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und die Frauenwahlrechtsbewegung sind archetypische politische Kämpfe um Anerkennung, aber Honneth sieht, wie Charles Taylor und andere, Kämpfe um Anerkennung nur als politische Kämpfe und lässt einen Großteil der Geschichte der Kämpfe um Anerkennung aus. Als Antwort darauf präsentiert Giles ein robusteres Bild der Anerkennungskämpfe, das die Kämpfe um Anerkennung dezentralisiert, indem es individuelle Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten einbezieht. Dieser Beitrag zur Anerkennungsforschung erweitert die Realität von Anerkennung und Nichtanerkennung über theoretische Konzepte hinaus auf das tägliche Leben der Menschen.

Anerkennung ist wesentlich für die Bestätigung der eigenen Identität und des eigenen Platzes in der Gemeinschaft und Gesellschaft. Falsche Anerkennung ist der Kern vieler Ungerechtigkeiten, von zwischenmenschlichen Beziehungen bis hin zu strukturellen sozioökonomischen Ungleichheiten. Der Kampf um Anerkennung ist für alle Menschen allgegenwärtig, denn das Bedürfnis der Menschen nach Anerkennung geht weit über die politische Anerkennung hinaus.

Giles entwirft eine Sichtweise von Anerkennung und Nichtanerkennung, die einige wichtige Probleme im Ansatz der kritischen Theorie zur sozialen Gerechtigkeit aufzeigt und neue Konzeptualisierungen anbietet, die die künftige Forschung in verschiedenen Bereichen der kritischen Sozialtheorien unterstützen sollen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781735880815
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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