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Family Activism: Immigrant Struggles and the Politics of Noncitizenship
In den letzten zehn Jahren haben rechtliche und politische Veränderungen in den Vereinigten Staaten den Legalisierungsprozess für Millionen von Einwanderern ohne Papiere und ihre Familien dramatisch verändert. Angesichts weniger Legalisierungsoptionen haben sich Einwanderer ohne legalen Status und ihre Unterstützer um das Konzept der Familie als politisches Subjekt organisiert - ein politisches Subjekt, dessen Rechte durch die Einwanderungsgesetze verletzt werden.
Unter Rückgriff auf die Idee des "unmöglichen Aktivismus" von Einwanderern ohne Papiere argumentiert Amalia Pallares, dass die Menschen ohne legalen Status diesem "unmöglichen" Kontext trotzen, indem sie sich auf die Politisierung der Familie stützen, um die Gerechtigkeit innerhalb des gegenwärtigen Einwanderungsrechts herauszufordern. Als Höhepunkt einer siebenjährigen ethnografischen Untersuchung von Einwanderern ohne Papiere und ihren Familien in Chicago sowie der nationalen Einwanderungspolitik untersucht Family Activism die drei Arten, in denen die Familie politisch bedeutsam geworden ist: als politisches Subjekt, als Rahmen für den Aktivismus für die Rechte von Einwanderern und als Symbol für rassistische Unterordnung und Widerstand.
Durch die Analyse von Basiskampagnen, Kirchen und interreligiösen Koalitionen, Einwandererrechtsbewegungen und Einwanderungsgesetzen stellt Pallares die traditionelle Vorstellung von Familie in Frage und betrachtet die Familie schließlich als Ort des politischen Kampfes und als Grundlage für die Mobilisierung in Einwanderergemeinschaften.