Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Analyse der Breitbandproblematik in ländlichen Gebieten in den Vereinigten Staaten und zeigt das Versagen der derzeitigen Bundespolitik und die Notwendigkeit lokaler, basisorientierter Lösungen auf. Der Autor betont die Bedeutung kommunaler Netze bei der Behebung von Konnektivitätslücken, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen, die durch die Pandemie entstanden sind. Während in vielen Rezensionen die Tiefe der Forschung und die überzeugenden Argumente für Veränderungen gelobt werden, konzentrieren sich einige Kritiken auf einen vermeintlichen Mangel an theoretischer Strenge und wirtschaftlicher Analyse.
Vorteile:⬤ Die gründliche Untersuchung der Geschichte und des aktuellen Stands der Breitbandpolitik auf Bundesebene
⬤ unterstreicht den dringenden Bedarf an lokalen Basisanbietern und kommunalen Netzen
⬤ strukturiert um wirkungsvolle Lehren aus der Pandemie
⬤ unverzichtbare Lektüre für alle, die sich mit dem Breitbandausbau in ländlichen Gebieten befassen.
⬤ Kritik an unzureichender theoretischer Grundlage und strenger wirtschaftlicher Analyse
⬤ der Eindruck, dass das Buch die Komplexität der Technologie und des Marktversagens nicht angemessen berücksichtigt
⬤ einige sind der Meinung, dass die vorgeschlagenen Lösungen zu simpel sind und von einer erhöhten öffentlichen Finanzierung abhängen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Farm Fresh Broadband: The Politics of Rural Connectivity
Eine Analyse des Versagens der US-Breitbandpolitik bei der Überwindung der digitalen Kluft zwischen Stadt und Land, mit einem Vorschlag für einen neuen nationalen Breitbandplan für den ländlichen Raum.
Da ein Großteil des täglichen Lebens ins Internet verlagert wird, ist die Breitbandverbindung - ein Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss - zu einer Notwendigkeit geworden. Der weit verbreitete Mangel an Breitbandanschlüssen im ländlichen Amerika hat zu einer deutlichen digitalen Kluft zwischen Stadt und Land geführt. In Farm Fresh Broadband analysiert Christopher Ali das Versprechen und das Scheitern der nationalen Breitbandpolitik für den ländlichen Raum in den Vereinigten Staaten und schlägt einen neuen nationalen Breitbandplan vor. Er untersucht, wie die Breitbandpolitik erlassen und umgesetzt wird, erforscht Geschäftsmodelle für Breitbandanbieter, gibt einen Überblick über die Breitbandtechnologien im ländlichen Raum und bietet Fallstudien zur Breitbandnutzung im ländlichen Mittleren Westen.
Ali argumentiert, dass die Breitbandpolitik für den ländlichen Raum sowohl unzureichend als auch unvollständig ist: unzureichend, weil es ihr an einer koordinierten Führung auf Bundesebene mangelt, und unvollständig, weil sie die wichtige Rolle von Gemeinden, Genossenschaften und lokalen Anbietern beim Breitbandzugang nicht anerkennt. So begünstigt die bestehende Politik beispielsweise große Telekommunikationsunternehmen und verdrängt damit kleinere, wendigere Anbieter. Mangelnder Wettbewerb treibt die Preise in die Höhe - Breitband auf dem Land kann 37 Prozent mehr kosten als in der Stadt. Die Bundesregierung subventioniert ländliche Breitbandnetze mit rund 6 Milliarden Dollar. Wohin fließt das Geld?
Ali schlägt vor, die politische Architektur für ländliche Breitbandnetze nach dem Vorbild der Verkabelung des ländlichen Amerikas für Elektrizität und Telefonie zu demokratisieren. Die Subventionen sollten gleichmäßig verteilt werden und nicht nur an große Unternehmen gehen. Das Ergebnis wäre ein System, an dem mehrere Interessengruppen beteiligt sind, das von einer durchdachten öffentlichen Politik geleitet und durch öffentliche und private Unterstützung finanziert wird.