Fat Shame: Stigma und der dicke Körper in der amerikanischen Kultur

Bewertung:   (4,5 von 5)

Fat Shame: Stigma und der dicke Körper in der amerikanischen Kultur (Erdman Farrell Amy)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Fat Shame“ von Amy Farrell befasst sich mit der historischen und kulturellen Stigmatisierung von dicken Körpern und stellt gängige Vorstellungen über Fettleibigkeit und Gesundheit in Frage. Es bietet eine aufschlussreiche Kritik an den Vorurteilen gegenüber dicken Menschen und ihren soziopolitischen Ursprüngen und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Fettforschung. Die Meinungen über die Stringenz und die Schlussfolgerungen des Buches gehen jedoch weit auseinander: Einige loben seine Gründlichkeit, während andere kritisieren, dass es ihm an stichhaltigen Beweisen oder wissenschaftlicher Untermauerung fehlt.

Vorteile:

Das Buch ist gut recherchiert, informativ und zugänglich und bietet wertvolle Einblicke in die Geschichte der Stigmatisierung von Fett in den USA. Viele Leserinnen und Leser schätzen den fesselnden Schreibstil und die Art und Weise, wie es gesellschaftliche Ansichten über das Körperbild in Frage stellt. Das Buch wird als unverzichtbare Quelle für das Verständnis der Diskriminierung von Dicken angesehen, was es nicht nur für diejenigen relevant macht, die sich als dick identifizieren, sondern für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Körperbildpolitik interessieren.

Nachteile:

Kritiker bemängeln, dass es dem Buch in seiner Analyse manchmal an Strenge mangelt und dass es die Komplexität der Adipositas-Epidemie nicht überzeugend behandelt. Einige Rezensenten waren der Meinung, dass Farrells Argumente den historischen Kontext der Fettstigmatisierung zu stark vereinfachen oder sich zu sehr auf anekdotische Belege stützen. Einige Leser äußerten sich enttäuscht über das Fehlen einer wissenschaftlichen Grundlage für einige Behauptungen und sahen darin eher eine Polemik als einen objektiven wissenschaftlichen Text.

(basierend auf 22 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Fat Shame: Stigma and the Fat Body in American Culture

Inhalt des Buches:

Einer der bedeutenden Titel von Choice's Significant University Press for Undergraduates, 2010-2011

Eine notwendige kulturhistorische Diskussion über das Stigma des Dickseins

Fett zu sein hat nicht immer das Ausmaß an Hysterie hervorgerufen, das diesem Zustand heute anhaftet, und galt früher sogar als bewundernswerte Eigenschaft. Fettes Schamgefühl: Stigma und der dicke Körper in der amerikanischen Kultur erkundet diesen Bogen von der Verehrung bis zur Scham und untersucht die historischen Wurzeln unserer heutigen Angst vor dem Dicksein. Amy Farrell verfolgt die kulturelle Verunglimpfung des Dickseins bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und argumentiert, dass das Stigma, das mit einem dicken Körper verbunden ist, den gesundheitlichen Bedenken über eine große Körpergröße vorausging. Als die Diätindustrie in den 1920er Jahren zu florieren begann, war die Entwicklung der Stigmatisierung von Dicken nicht nur mit den kulturellen Ängsten verbunden, die in der Neuzeit im Zusammenhang mit dem übermäßigen Konsum aufkamen, sondern auch mit den vorherrschenden Vorstellungen über Ethnie, Zivilisation und Evolution. Für die Denker des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war Fettheit ein Schlüsselmerkmal für Minderwertigkeit, für einen unzivilisierten, barbarischen und primitiven Körper. Diese Vorstellung - dass Fett ein Zeichen für einen primitiven Menschen ist - hält bis heute an und nährt sowohl unseren 60 Milliarden Dollar schweren "Krieg gegen das Fett" als auch unser kulturelles Unbehagen über die "Adipositas-Epidemie".

Farrell stützt sich auf ein breites Spektrum von Quellen, darunter politische Karikaturen, Populärliteratur, Postkarten, Werbeanzeigen und ärztliche Handbücher, um die Verbindung zwischen unserer historischen Verunglimpfung des Dickseins und unserer heutigen Sorge um Fettleibigkeit zu untersuchen. Ihre Arbeit wirft ein besonderes Licht auf das schwierige Verhältnis des Feminismus zum Dicksein. Von den weißen Suffragetten des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Oprah Winfrey, Monica Lewinsky und sogar der Familie Obama untersucht Farrell die Art und Weise, wie diejenigen, die stigmatisierte Identitäten ablegen wollen - sei es aufgrund von Geschlecht, Ethnie, ethnischer Zugehörigkeit oder Klasse -, oft an Gewichtsreduktionsprogrammen und Spott über Fett teilnehmen, um sich selbst als "zivilisiert" zu bestätigen. In scharfem Kontrast zu diesen Erzählungen über die Scham der Fetten stehen die Ideen der zeitgenössischen Fettaktivisten, deren Artikulation einer neuen Vision des Körpers Farrell eingehend untersucht. Dieses Buch ist für jeden von Bedeutung, der sich Gedanken über den gegenwärtigen "Krieg gegen Fett" und die Art und Weise macht, wie die Vorstellungen vom "zivilisierten Körper" weiterhin Diskriminierung und kulturelle Unterdrückung legitimieren.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780814727690
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2011
Seitenzahl:219

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