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Lazy, Crazy, and Disgusting: Stigma and the Undoing of Global Health
Werbliche Überschrift: Wie die Stigmatisierung gut gemeinte Bemühungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zunichte macht, Leiden schafft und Ungleichheiten verschlimmert.
2020 Gewinner des Carol R. Ember Buchpreises der Gesellschaft für Anthropologische Wissenschaften. Auf der Auswahlliste für den Buchpreis der British Sociological Association's Foundation for the Sociology of Health and Illness.
Stigmatisierung ist ein entmenschlichender Prozess, bei dem Beschämung und Schuldzuweisung in unsere Überzeugungen darüber eingebettet sind, wer in der Gesellschaft einen Wert hat und wer nicht. In Lazy, Crazy, and Disgusting erforschen die Medizinanthropologinnen Alexandra Brewis und Amber Wutich eine Schattenseite des öffentlichen Gesundheitswesens: dass gut gemeinte öffentliche Gesundheitskampagnen neues und schädliches Stigma schaffen können, selbst wenn sie ansonsten erfolgreich sind.
Brewis und Wutich legen eine neuartige, synthetische Argumentation darüber vor, wie Stigmata als massive Triebkraft für weltweite Krankheiten und Leiden fungieren und jedes Jahr Milliarden von Menschen töten oder krank machen. Sie konzentrieren sich auf drei der komplexesten und am schwierigsten zu behebenden globalen Gesundheitsprobleme: die Bereitstellung von sanitären Einrichtungen für alle, die Behandlung psychischer Erkrankungen und die Prävention von Fettleibigkeit. Sie erklären, wie und warum Menschen so leicht stigmatisiert werden, wie dies laufende Bemühungen um die öffentliche Gesundheit zum Scheitern bringt und warum dieser Prozess unweigerlich Menschen schadet, die bereits gefährdet sind. Sie gehen auch der Frage nach, wie leicht neue Stigmata in das globale Gesundheitswesen eindringen können und warum die Entstigmatisierung so schwierig ist. Schließlich bietet das Buch potenzielle Lösungen, die Stigmatisierung verhindern, in Frage stellen und beheben können. Die Beseitigung von Stigmata, so schlussfolgern Brewis und Wutich, muss als notwendiger und zentraler Bestandteil aller globalen Gesundheitsbemühungen anerkannt werden.
Basierend auf den scharfen Beobachtungen der Autoren und ihrer jahrzehntelangen Feldforschung kombiniert Lazy, Crazy, and Disgusting eine breite Palette ethnografischer Belege aus der ganzen Welt, um schlüssig zu demonstrieren, wie Stigma die grundlegenden Ziele der globalen Gesundheit untergräbt, nämlich Gesundheit und Gerechtigkeit zu schaffen.