Bewertung:

Das Buch „February House“ von Sherrill Tippins erforscht das Leben und die Interaktionen einer faszinierenden Gruppe von Künstlern, die in den späten 1930er und frühen 1940er Jahren in einer Pension in Brooklyn lebten, und beleuchtet ihre kreativen Prozesse, persönlichen Beziehungen und den historischen Kontext der Zeit. Das Buch verbindet seriöse biografische Forschung mit fesselnden Erzählungen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, schön geschrieben und bietet einen einzigartigen Einblick in das kreative Leben bedeutender Künstler. Die Leser schätzen die gut entwickelten Charaktere, die faszinierenden Anekdoten und die Darstellung der lebendigen Dynamik der Künstlergemeinschaft. Das Buch ist spannend und fesselnd, so dass man es kaum aus der Hand legen kann.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass die Berichterstattung über bestimmte Persönlichkeiten unausgewogen war und sich zu sehr auf W.H. Auden und zu wenig auf andere Figuren wie Paul Bowles konzentrierte. Einige Rezensenten äußerten den Wunsch nach mehr unterschiedlichen Perspektiven und mehr Tiefe in Bezug auf andere Bewohner.
(basierend auf 41 Leserbewertungen)
February House
February House ist die enthüllte Geschichte eines außergewöhnlichen Experiments des Gemeinschaftslebens, an dem junge, aber bereits berühmte Schriftsteller - und die bekannteste Burlesque-Darstellerin des Landes - in den Jahren 1940 und 1941 in einem Haus in der Middagh Street 7 in Brooklyn teilnahmen. Es war eine fieberhafte, einjährige Party, angeheizt durch den Appetit der Jugend und durch das gemeinsame Gefühl der Dringlichkeit, als Künstler in den Monaten vor dem Kriegseintritt Amerikas aktiv zu werden.
Trotz der schieren Intensität des Lebens in 7 Middagh war das Haus für seine Bewohner ein kreativer Schmelztiegel. Carson McCullers' zwei Meisterwerke, The Member of the Wedding und The Ballad of the Sad Cafe, wurden bibelfest in Brooklyn geboren. Gypsy Rose Lee, tagsüber ein Arbeitstier, nachts ein Partygirl, schrieb ihr Buch The G-String Murders in ihrem Schlafzimmer in der Middagh Street. Auden - der ebenso wie Britten zu Hause in England für seine Abwesenheit im Krieg gescholten wurde - beaufsichtigte das Haus wie eine mürrische Tante, kassierte die Miete und erteilte romantische Ratschläge. Und doch komponierte er währenddessen einige der wichtigsten Werke seiner Karriere.
Sherill Tippins' February House, belebt durch Primärquellen und eine unvergessliche Geschichte, stellt meisterhaft das tägliche Leben im fruchtbarsten und unwahrscheinlichsten Wohnsalon des zwanzigsten Jahrhunderts dar.