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Federico Garcia Lorca and the Culture of Male Homosexuality
Das Spanien des zwanzigsten Jahrhunderts brachte eine Reihe erstaunlicher künstlerischer und literarischer Talente hervor, darunter den leidenschaftlich ikonoklastischen Schriftsteller Federico Garcia Lorca. Doch seine Werke wurden in der homophoben Atmosphäre der institutionalisierten spanischen Kritik schlecht aufgenommen. Aufgrund dieser Atmosphäre haben selbst die heutigen Kritiker Andeutungen von Homoaffektivität und Homoerotik in den großen spanischen Werken effektiv marginalisiert und verleugnet.
Dieses Buch erschien erstmals 1991 in Spanien als Gegendiskurs gegen die dort vorherrschenden ideologischen Strukturen. Vor seinem Erscheinen gab es kein bedeutendes Werk, das sich mit der Haltung der spanischen Kultur zur Homosexualität oder mit der Frage befasste, wie sich Homosexualität auf die Werke kanonischer Schriftsteller auswirken könnte. Dieser Band befasst sich mit Homosexualität als zwingender Bedeutungsquelle in der künstlerischen Arbeit und untersucht rigoros die Werke von Federico Garcia Lorca und mehreren seiner marginalisierten homosexuellen Zeitgenossen, darunter Emilio Prados, Luis Cernuda, Juan Gil-Albert und Salvador Dali. Die Studie stützt sich auf die von diesen Autoren vorgelegten Texte, um die homosexuelle Kultur als eine zu definieren, die von der Realität der Ablehnung, der Angst vor dem Gesetz, den Selbstzweifeln, dem Fehlen einer autorisierten Sprache, mit der man seine Gefühle ausdrücken kann, dem Bewusstsein des Ekels, der den Einzelnen umgibt, der Notwendigkeit, die Marginalität zu akzeptieren, um sexuelle oder emotionale Befriedigung zu finden, und dem Wissen um die eigene soziale Abweichung geplagt ist, was alles einen enormen Einfluss auf die Arbeit eines Künstlers hat.
Mit dieser neuen und aktualisierten Übersetzung bietet dieses Werk englischsprachigen Lesern die Möglichkeit, sich auf formale Aspekte literarischer Ausdrucksformen der Homosexualität zu konzentrieren.