Bewertung:

Das Buch „Feminist Queer Crip“ von Kafer ist ein bedeutendes und transformatives Werk der kritischen Behindertenforschung, das eine intersektionale Analyse von Behinderung, Geschlecht und Sexualität bietet. Es liefert überzeugende Argumente für die Einbeziehung der Perspektive von Menschen mit Behinderungen in die Planung zukünftiger Möglichkeiten. Es hat jedoch gemischte Kritiken erhalten, was seine Zugänglichkeit für bestimmte Zielgruppen und seine Verbindung zu den materiellen Realitäten von Behinderung betrifft.
Vorteile:⬤ Innovatives und grundlegendes Werk der intersektionalen Disability Studies
⬤ leicht zugänglich und interdisziplinär
⬤ kluge, überzeugende Analyse
⬤ stellt konventionelle Perspektiven in Frage
⬤ lebensverändernde Einsichten
⬤ setzt sich mit verschiedenen sozialen Themen auseinander
⬤ regt zum kritischen Denken über Behindertenfeindlichkeit und Koalitionspolitik an.
⬤ Einige Leser empfanden den Inhalt als entkörperlicht von ihrer physischen Realität
⬤ die spezifische Zielgruppenansprache war unklar
⬤ potentiell unpassend für diejenigen, die eine erzählerische oder persönliche Geschichte suchen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Feminist, Queer, Crip
In ihrem Buch Feminist, Queer, Crip entwirft Alison Kafer eine andere Zukunft für Behinderte und behinderte Körper.
Indem sie die Art und Weise in Frage stellt, wie Ideen über die Zukunft und die Zeit im Dienste des obligatorischen Nicht-Körpers und des Nicht-Könnens eingesetzt werden, lehnt Kafer die Idee der Behinderung als eine vorherbestimmte Grenze ab. Sie stellt Theorien, Bewegungen und Identitäten wie Umweltgerechtigkeit, reproduktive Gerechtigkeit, Cyborg-Theorie, Transgender-Politik und Behinderung nebeneinander, die üblicherweise isoliert diskutiert werden, und entwirft neue Möglichkeiten für Crip-Zukünfte und feministische/queere/crip-Allianzen.
Dieses mutige Buch stellt sich gegen die Normalisierung und fördert einen politischen Rahmen für eine gerechtere Welt.