
Feminist Interpretations of Maurice Merleau-Ponty
Vor mehr als sechzig Jahren erkannte Simone de Beauvoir die Bedeutung der Schriften von Maurice Merleau-Ponty für die feministische Theorie.
Seine Erforschung der Beziehung zwischen dem Körper und dem Raum, den er bewohnt, ist der Schlüssel zum modernen phänomenologischen Denken. Es herrscht jedoch wenig Einigkeit darüber, wie sich Merleau-Pontys Ideen letztlich auf die feministische Philosophie auswirken.
Verleiht seine Betonung der körperlichen Subjektivität allen Körpern, unabhängig vom Geschlecht, eine gewisse Handlungsfähigkeit? Oder verraten Merleau-Pontys spezifische Beschreibungen der körperlichen Erfahrung eine immanente Voreingenommenheit gegenüber einer männlichen, heterosexuellen Sichtweise? Die hier vorgestellten Aufsätze von Olkowski und Weiss versuchen, Merleau-Ponty in den größeren Kontext der feministischen Theorie einzuordnen und gleichzeitig seine Beiträge zu dieser Theorie, sowohl die positiven als auch die negativen, unvoreingenommen zu bewerten. Neben den Herausgebern haben Jorella Andrews, David Brubaker, Judith Butler, Laura Doyle, Helen Fielding, Vicki Kirby, Sonia Kruks, Ann Murphy, Johanna Oksala und Beata Stawarska Beiträge geliefert.