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Fetishes and Monuments: Afro-Brazilian Art and Culture in the 20th Century
Vor hundert Jahren waren die Rituale des Candombl in Brasilien als Zauberei gefürchtet und wurden als Verbrechen verfolgt.
Seine Kultobjekte waren furchterregende Fetische. Heute sind sie afrobrasilianische kulturelle Kunstwerke, Ausstellungsstücke in Museen und öffentliche Denkmäler.
Dieses Buch konzentriert sich auf die besonderen Geschichten von Objekten, Bildern, Räumen und Personen, die diese verkörpern, und schildert den historischen Weg von den von der Polizei geplünderten Zauberwaffen über die versteckten lebenden Steine bis hin zu öffentlichen Kunstwerken, die von religiösen Fanatikern angegriffen werden, die in ihnen ein Abbild des Teufels sehen, und von ehemaligen Zauberern, die zu Künstlern, Schriftstellern und Philosophen geworden sind. Indem er diese Geschichte als eine Reise der Objektivierung und Aneignung betrachtet, bietet der Autor einen frischen, unkonventionellen und erhellenden Blick auf Fragen des Synkretismus, der Hybridität und des kulturellen Widerstands in Brasilien und im Schwarzen Atlantik im Allgemeinen. Roger Sansi ist Dozent für Anthropologie am Goldsmith's College in London.
Er hat über afro-brasilianische Kunst und Kultur in Brasilien geforscht. In jüngster Zeit hat er sich mit der Geschichte des Begriffs „Fetisch“ im lusophonen Black Atlantic beschäftigt.