Bewertung:

Das Buch ist ein Erinnerungsbuch von Bernie Webber, in dem er seine Erfahrungen als Küstenwächter auf Leuchttürmen und Rettungsbootstationen, insbesondere auf Cape Cod, beschreibt. Es enthält zwar interessante Anekdoten und historische Zusammenhänge, doch fehlt es an einer umfassenden geschichtlichen Darstellung, und die Formatierung des Buches lässt viel Raum für Leerstellen.
Vorteile:⬤ Der Schreibstil ist leicht zu lesen und enthält interessante Anekdoten
⬤ es bietet einzigartige persönliche Einblicke in das Leben eines Küstenwächters
⬤ der historische Kontext wertet die Erzählung auf
⬤ beschreibt die Bedingungen und Personen der 1940er und 1950er Jahre gut.
⬤ Keine umfassende Geschichte der Feuerschiffe und Leuchttürme
⬤ einige Leser waren enttäuscht über das Fehlen von Fotos
⬤ aufgrund der großen Schrift und der großen Abstände wurde das Buch als inhaltlich unzureichend empfunden, was es künstlich aufgebläht erscheinen ließ.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Lightships, Lighthouses, and Lifeboat Stations: A Memoir and History
Lightships, Lighthouses and Lifeboat Stations (Feuerschiffe, Leuchttürme und Rettungsstationen) ist teils Geschichtsbuch, teils Memoiren, geschrieben von Bernie Webber, Träger der höchsten Auszeichnung der Küstenwache, der Gold Life-saving Medal, und Held des Disney-Films The Finest Hours. Während die Öffentlichkeit Webbers Namen aus dem Film und dem gleichnamigen Bestseller kennt, wissen nur wenige, dass er während seiner langen Karriere bei der Küstenwache auf Feuerschiffen (Schiffe, die in gefährlichen Gebieten vor Anker liegen, um andere Schiffe vor Gefahren zu warnen) sowie auf Rettungsbootstationen und Leuchttürmen diente.
Webber wirft die folgende Frage auf: "Wie kamen die Männer auf den Feuerschiffen mit der Isolation, der ständigen Einsamkeit, der Langeweile, der Angst oder einfach nur dem Schrecken zurecht? All das gehörte zum Leben an Bord eines Feuerschiffs. Die raue See warf das Schiff hin und her, es bäumte sich an der Ankerkette auf und ab. Es war eine Welt der Isolation, des Lärms durch die laufenden Maschinen und des mächtigen Nebelhorns, das stunden-, manchmal tagelang ertönte." Webber beantwortet diese Frage in diesem Buch und stützt sich dabei auf eine Kombination aus persönlicher Erfahrung und akribischer historischer Recherche.
Berichte über Männer, die verrückt werden, Feuerschiffe, die von größeren Schiffen gerammt werden, Ankerketten, die reißen, und Feuerschiffe, die auf Untiefen stoßen, werden durch humorvolle Geschichten und die Reflexionen des Autors über seine besten Tage auf See ausgeglichen. Webber erläutert auch einige der heldenhaften Taten einiger Feuerschiffsleute im Laufe der Jahre und weist darauf hin, dass sie damals keine Anerkennung erhielten.
Die Isolation, mit der diese Männer konfrontiert waren, war hart, aber sie lernten, mit dem auszukommen, was sie hatten. Das Buch enthält vierzehn historische Fotos und ein Vorwort von Michael Tougias.