
Fiction and Reality T.E. Lawrence's Portrait of the Arabs in Seven Pillars of Wisdom
Der arabische „Andere“ in T. E.
Lawrences (1888-1935) SPW (1935) ist praktisch nicht arabisch; bis auf wenige Ausnahmen kommt er einem nicht einmal als östlich vor. Lawrences Reisebericht ist voller Fälschungen und Fiktionen, die zur Zerstörung des arabischen Bildes beitragen. SPW stellt seinen Haupthelden unter dem doppelten Einfluss von Krieg und kultureller Entfremdung dar, ist also eher das Leben eines Mannes als ein historischer Bericht über die arabische Revolution.
Folglich beschreiben Begriffe wie „zweideutig“, „widersprüchlich“ und „anfechtbar“ Lawrences Arabienbild am besten. Seine rekonstruierte Wirklichkeit ist zu keinem Zeitpunkt davor gefeit, auseinanderzufallen, da der Autor Muster einführt oder zerstört, mit denen er die fremde Welt chargiert.
Diesen Mustern gelingt es in der Tat nie, den Geist der besichtigten Welt zu bewahren. Stattdessen betonen sie die reflektierende und kritische Würdigung des Reisenden über sein „Selbst“, indem sie den mythischen oder stereotypen Status des Anderen mystifizierend in Anspruch nehmen.