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Screen Shots: State Violence on Camera in Israel and Palestine
In den letzten zwei Jahrzehnten wurden im Zuge der weltweiten Verbreitung von Smartphones staatliche Tötungen von Zivilisten zunehmend von den Kameras von Umstehenden und der Polizei aufgezeichnet.
Screen Shots untersucht dieses Phänomen aus dem Blickwinkel der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete. Hier haben sich Kameras als politische Werkzeuge in den Händen einer breiten Palette von Akteuren und Institutionen verbreitet, darunter palästinensische Aktivisten, israelische Soldaten, jüdische Siedler und Menschenrechtsaktivisten.
Alle richteten ihr Objektiv auf die israelische Staatsgewalt, angetrieben von einem gemeinsamen Traum: dass die Fortschritte in der Digitalfotografie - näher, schärfer, schneller - ihre jeweilige politische Agenda voranbringen würden. Die meisten wurden enttäuscht. Auf der Grundlage ethnografischer Studien berichtet Rebecca L.
Stein von palästinensischen Videoaktivisten, die nach Gerechtigkeit streben, von israelischen Soldaten, die das Image des Militärs perfektionieren wollen, und von zionistischen Verschwörungstheoretikern, die die Palästinenser beschuldigen, sich "tot zu stellen". Stein schreibt gegen den Techno-Optimismus an und untersucht, was Kameraträume und Desillusionierung über diese politischen Gräben hinweg über die israelische und palästinensische koloniale Gegenwart und die sich verändernden Bedingungen von Macht und Kampf im Smartphone-Zeitalter offenbaren.