
Finance, Law, and the Crisis of Covid-19: An Interdisciplinary Perspective
In diesem Buch werden die Auswirkungen von Covid-19 in verschiedenen Bereichen analysiert, z. B. soziale Verantwortung von Unternehmen und Gesetzgebung für KMU, Insolvenzrecht, verhaltensorientierte Finanzwirtschaft, staatliche Eingriffe in die Märkte, Offenlegung von Finanzdaten, die Entstehung unregulierter Finanzsektoren, die Zunahme von Straftaten im Zusammenhang mit dem Coronavirus und die Entwicklung von Bankvorschriften während der Covid-19-Pandemie.
Die Coronavirus-Epidemie, die sich in der ganzen Welt ausgebreitet hat, hat die Unzulänglichkeiten der Gesundheits- und Sozialsysteme aller Staaten, selbst der fortschrittlichsten, deutlich gemacht. Die gesundheitliche Notlage erforderte außergewöhnliche Maßnahmen, vor allem auf der Ebene der Gesetze, die für die Erhaltung von Leben, Gesundheit und Lebensgrundlagen unerlässlich sind. Die Priorität der Regierungen und auch der internationalen Gemeinschaft bestand von Anfang an darin, Infektionen zu verhindern und die Betroffenen zu versorgen. Eine solche Strategie erforderte eine ungewöhnliche Erhöhung der Gesundheitsausgaben, obwohl sie die finanziellen Möglichkeiten des Staates überstieg und kein finanzieller Spielraum vorhanden war. Zu dieser noch nicht überwundenen Herausforderung kommt die Bewältigung der Folgen der getroffenen Maßnahmen (allgemeine Eindämmung) hinzu. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Staat in Gesundheitskrisen das Transparenzgebot aufgrund der Notlage zwar überprüfen muss, sich aber nicht davon befreien kann. Die Dringlichkeit kann niemals ein Alibi für eine Verletzung der Rechte und Freiheiten der Bürger sein.
In dringenden Fällen müssen die Finanzverwaltungssysteme flexibel sein und auf alle Vorkommnisse reagieren können, während gleichzeitig eine optimale Nutzung der Ressourcen gewährleistet und die Risiken von Betrug und Korruption minimiert werden.