Bewertung:

Das Buch wurde für seine nachlässige Wissenschaftlichkeit und ungenauen Darstellungen wichtiger rechtlicher Entscheidungen, insbesondere in Bezug auf Abtreibung und Eugenik, kritisiert. Die Recherchen des Autors scheinen unzureichend zu sein, was zu schlampigen Erklärungen und erheblichen Ungenauigkeiten führt.
Vorteile:Der Nutzen des Buches wurde nicht angegeben.
Nachteile:Die Recherche des Autors wird als schlampig beschrieben, was zu ungenauen Glossen wichtiger Entscheidungen führt, insbesondere bei der Diskussion von Roe v. Wade und verwandten Fällen. Schlüsselfälle werden übersehen, Griswold oder die Casey-Entscheidung werden nicht erwähnt. Dies lässt Zweifel an der Zuverlässigkeit der Behauptungen des Autors in Bereichen aufkommen, die nicht dem Fachwissen des Rezensenten entsprechen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Fit to Be Tied: Sterilization and Reproductive Rights in America, 1950-1980
Die 1960er Jahre revolutionierten die amerikanische Empfängnisverhütungspraxis.
Diaphragmen, Gelees und Kondome mit hohen Versagensraten wichen neueren Möglichkeiten wie der Pille, der Spirale und der Sterilisation. Fit to Be Tied bietet einen Überblick über die Geschichte der Sterilisation und über das, was sich als sozial gespaltene und zugleich beliebte Form der Geburtenkontrolle erweisen sollte.
In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war die Sterilisation (Eileiterunterbindung und Vasektomie) ein Instrument der Eugenik. Personen, die grobe Vorstellungen von biologischem Determinismus vertraten, versuchten, die Fortpflanzungsentscheidungen von Frauen zu kontrollieren, die sie aufgrund ihrer Rasse oder ihres Standes für "untauglich" hielten, und bedienten sich zu diesem Zweck der Chirurgie. Rebecca M.
Kluchin untersucht die Entwicklung der Zwangssterilisation armer Frauen, insbesondere farbiger Frauen, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts und stellt sie den Forderungen weißer Frauen und Männer nach empfängnisverhütenden Sterilisationen gegenüber. Sie berichtet über die öffentliche Akzeptanz in einer Ära der reproduktiven und sexuellen Freiheit und die anschließende Ablösung der Eugenik-Bewegung durch "neo-eugenische" Standards, die die medizinische Praxis, die Familienplanung, die öffentliche Politik und die Stimmung in der Bevölkerung weiterhin beeinflussen.