Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und wichtige Analyse des Aufstands im Warschauer Ghetto und konzentriert sich dabei auf die Rolle der beiden wichtigsten jüdischen Widerstandsgruppen: des ZOB und des ZZW. Der Autor, Moshe Arens, argumentiert, dass der Beitrag der revisionistischen Fraktion (ZZW) in historischen Darstellungen aufgrund politischer Vorurteile weitgehend übersehen wurde. Er schildert detailliert die Ereignisse vor und während des Aufstandes und stützt sich dabei auf umfangreiche historische Daten und Berichte aus erster Hand.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine Fülle von historischen Informationen über den Aufstand im Warschauer Ghetto und die jüdischen Widerstandsbewegungen. Es korrigiert historische Vorurteile, indem es die übersehene ZZW-Fraktion zu Wort kommen lässt, ihre Beiträge hervorhebt und die Notwendigkeit der Einheit zwischen den jüdischen Gruppen betont. In vielen Rezensionen werden die gründliche Recherche, die Bedeutung der Erzählung und die klare Darstellung der Fakten gelobt, die besonders für Leser, die mit den Ereignissen nicht vertraut sind, aufschlussreich ist.
Nachteile:Der Schreibstil wurde als schwerfällig und manchmal verwirrend kritisiert, da häufig auf verschiedene jüdische Organisationen und Akronyme verwiesen wird, was das Leseerlebnis beeinträchtigen kann. Außerdem bemängeln einige Rezensenten redaktionelle Probleme wie Wiederholungen und mangelnde Klarheit in der Darstellung, was darauf hindeutet, dass die Qualität des Textes verbessert werden könnte.
(basierend auf 31 Leserbewertungen)
Flags Over the Warsaw Ghetto
Der Aufstand im Warschauer Ghetto ist in der ganzen Welt zu einem Symbol des Heldentums geworden. Kurz vor Beginn des Aufstandes sprach Pawel Frenkel auf einer Versammlung der jüdischen Militärkämpfer: Natürlich werden wir mit Gewehren in der Hand kämpfen, und die meisten von uns werden fallen.
Aber wir werden im Leben und in den Herzen zukünftiger Generationen und in den Seiten ihrer Geschichte weiterleben.... Wir werden vor unserer Zeit sterben, aber wir sind nicht dem Untergang geweiht. Am Vorabend des Pessachfestes, am 19.
April 1943, drangen deutsche Truppen mit Panzern, Flammenwerfern und Maschinengewehren in das Warschauer Ghetto ein. Ihnen stand eine Armee von einigen hundert jungen jüdischen Männern und Frauen gegenüber, die mit Pistolen und Molotowcocktails bewaffnet waren. Wer waren diese jüdischen Kämpfer, die es wagten, sich der bewaffneten Macht der SS-Truppen unter dem Kommando von SS-General Jürgen Stroop entgegenzustellen? Wer befehligte sie im Kampf? Was waren ihre Ziele? In diesem bahnbrechenden Werk erzählt Israels ehemaliger Verteidigungsminister, Prof.
Moshe Arens, eine wahre Geschichte von Wagemut, Tapferkeit und Aufopferung, die aus Respekt vor den Kämpfern, die sich gegen den deutschen Versuch, das Warschauer Ghetto zu liquidieren, erhoben und einen letzten Kampf um die Ehre des jüdischen Volkes führten, genau erzählt werden sollte. Die allgemein akzeptierte Darstellung des Aufstandes im Warschauer Ghetto ist unvollständig. Die Wahrheit beginnt mit der Existenz von nicht nur einer, sondern von zwei Widerstandsorganisationen im Ghetto.
Zwei junge Männer, Mordechai Anielewicz von der Jüdischen Kampforganisation (ZOB) und Pawel Frenkel von der Jüdischen Militärorganisation (ZZW), wurden zu Leitern verschiedener Widerstandsorganisationen im Ghetto, die sich trotz des verzweifelten Kampfes, den sie zu führen hatten, nicht zusammenschlossen. Der vollständige Text des Stroop-Berichts in englischer Übersetzung ist hier enthalten.