Bewertung:

Escape From Bondage ist eine fiktive Geschichte über Harry Tucker, ein junges Schlaganfallopfer, das um seine Kommunikation kämpft und Hoffnung und Glauben wiederfindet, während er sich in einem Pflegeheim erholt, nachdem er von seiner Familie im Stich gelassen wurde. Das Buch beschäftigt sich eingehend mit dem emotionalen und spirituellen Weg von Schlaganfallopfern und stützt sich dabei auf die Erfahrungen, die der Autor aus erster Hand mit ihnen gemacht hat. Es ist so geschrieben, dass es sowohl bei den Pflegern als auch bei den Betroffenen Anklang findet und Elemente von Memoiren und Fiktion miteinander verbindet.
Vorteile:Die Geschichte ist gut geschrieben, inspirierend und regt zum Nachdenken an und bietet wertvolle Einblicke in das Leben von Schlaganfallopfern und Pflegern. Sie unterstreicht Hoffnung, Glauben und persönliche Entschlossenheit. Die Leser finden Ermutigung und eine starke Botschaft über Mitgefühl und Widerstandsfähigkeit. Die Erfahrung der Autorin mit Schlaganfallopfern bereichert die Erzählung und macht sie nachvollziehbar und eindringlich.
Nachteile:Manchen Lesern könnte der Einstieg in die ersten Kapitel schwer fallen, da die Themen Verzweiflung und Verlassenheit sehr präsent sind. Außerdem scheint sich das Buch an eine bestimmte Altersgruppe zu richten, was seine Breitenwirkung möglicherweise einschränkt. Einige Leserinnen und Leser waren der Meinung, dass es Zeit braucht, um sich ganz auf die Geschichte einzulassen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Escape from Bondage
Der erfolgreiche Geschäftsmann Harry Tucker erleidet einen Schlaganfall und wacht nach einem langen Koma in einem Rehabilitationszentrum auf. Er kann sich weder bewegen noch sprechen und arbeitet hart, um sein Selbstwertgefühl wiederzuerlangen.
Doch schon bald wird ihm klar, dass er durch den Schlaganfall und die Maßnahmen seines unbarmherzigen Sohnes alles verloren hat - nicht nur alle materiellen Besitztümer, sondern auch seinen persönlichen Ausweis und seinen Zugang zu Sozialleistungen. Verzweiflung und Niederlage überkommen ihn, aber nicht für lange. Harry vergisst Gott nicht, denn Gott hat ihn nicht vergessen.
Entschlossen, doch noch ein sinnvolles Leben zu führen, begibt sich Harry auf einen langen, beschwerlichen Weg der Genesung. Hilfe und Motivation findet er bei einem Physiotherapeuten, mit dem er eine tiefe, dauerhafte Freundschaft entwickelt.
In diesem Prozess entdeckt Harry die Liebe Gottes und die Freuden eines christuszentrierten Lebens wieder, eines Lebens des Gebens, selbst an diejenigen, die keine Vergebung zu verdienen scheinen. Flucht aus der Knechtschaft gibt den zahllosen Schlaganfallopfern eine Stimme, die vom Rest der Gesellschaft und leider auch von ihren Familien in der Zeit der Not vergessen und im Stich gelassen wurden.
Die Geschichte dient als Offenbarung dessen, was im Kopf eines unbeweglichen, nicht ansprechbaren Schlaganfallopfers vor sich geht - die Ängste, die Einsamkeit, die Frustration, die Qualen, die Sehnsüchte. Im weiteren Sinne erinnert die Geschichte an das Mitgefühl, zu dem wir aufgerufen sind - das wir aber oft vernachlässigen - für diejenigen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder zu Hause leben und die sich danach sehnen, jemanden zu finden, der sie liebt und ermutigt.