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Forms of a World: Contemporary Poetry and the Making of Globalization
Was geschieht, wenn wir die Poesie als eine globale literarische Form betrachten und gleichzeitig das Globale in poetischen Begriffen denken? Forms of a World zeigt, wie die Innovationen der zeitgenössischen Poetik durch die Veränderungen der Globalisierung über fünf Jahrzehnte hinweg geschmiedet wurden. Dichterinnen und Dichter aus aller Welt haben die vom Neoliberalismus verursachten Veränderungen wahrgenommen, bevor sie in vollem Umfang sichtbar wurden, und haben kreativ in globale Prozesse eingegriffen, indem sie das formale Repertoire der Poesie neu gestaltet haben.
In experimentellen Neuerfindungen der Ballade, des Prosagedichts und der Ode arbeitet Hunter eine neue, globalisierte Interpretation der ethischen und politischen Relevanz von Formen heraus. Forms of a World vertritt die These, dass die Rolle der Poesie nicht nur darin besteht, die Gewalt globaler Enteignungen thematisch sichtbar zu machen, sondern auch die fehlenden Bedingungen für ein Eingreifen in diese Prozesse performativ zu erneuern.
Poetische Handlungen - die Rhetorik des Besitzens, der Zugehörigkeit, der Ermahnung und der Aussicht - richten sich auf die zeitgenössischen Bedingungen, die das soziale Leben immer prekärer machen. Anhand einer eklektischen Gruppe englischsprachiger Dichter, von Seamus Heaney und Claudia Rankine bis hin zu Natasha Trethewey und Kofi Awoonor, zeigt Hunter auf, wie zeitgenössische Dichter uns dazu auffordern, uns Formen des sozialen Lebens vorzustellen und politische Interventionen zu ermöglichen, die einzigartig sind, aber über den Horizont der gegenwärtigen globalen Situation hinausgehen.