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Research Collaboration and Team Science: A State-Of-The-Art Review and Agenda
In den meisten wissenschaftlichen und technischen Bereichen werden heute mehr als 90 % der Forschungsstudien und Veröffentlichungen in Zusammenarbeit durchgeführt, was häufig zu hochwirksamen Forschungsergebnissen und zur Entwicklung kommerzieller Anwendungen führt, die sich in Patenten niederschlagen. In vielen Bereichen der Wissenschaft ist die Zusammenarbeit heute keine Vorliebe mehr, sondern buchstäblich eine Arbeitsvoraussetzung. Das Ziel dieses Buches ist es, die aufkeimende Wissenschaft zur Forschungszusammenarbeit zu überprüfen und zu kritisieren. Die Autoren versuchen, Lücken in Theorie und Forschung zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie die bestehende Forschung genutzt werden kann, um die öffentliche Politik für die Zusammenarbeit zu verbessern und das Management von Kooperationen auf Projektebene zu verbessern, wobei die Theorie des wissenschaftlichen und technischen Humankapitals (STHC) als Rahmen dient.
Allgemein gesprochen ist STHC die Summe der wissenschaftlichen, technischen und sozialen Kenntnisse, Fähigkeiten und Ressourcen, die in einer bestimmten Person verkörpert sind. Es handelt sich dabei sowohl um Humankapital wie formale Bildung und Ausbildung als auch um soziale Beziehungen und Netzwerkverbindungen, die Wissenschaftler und die Nutzer der Wissenschaft miteinander verbinden. Das STHC umfasst das Humankapital, d. h. die einzigartigen Ressourcen, die der Einzelne in seine eigene Arbeit und in die Zusammenarbeit einbringt. Im Allgemeinen wurden Modelle des Humankapitals getrennt von Modellen des Sozialkapitals entwickelt, aber in der Praxis der Wissenschaft und der Karriereentwicklung von Wissenschaftlern lassen sich die beiden nicht leicht voneinander trennen.
Anhand eines Multifaktormodells werden in diesem Buch verschiedene Faktoren untersucht, die sich auf die Ergebnisse der Zusammenarbeit auswirken, wobei institutionelle Faktoren wie die Beziehungen zwischen Industrie und Universität und der Aufstieg großer universitärer Forschungszentren besonders berücksichtigt werden.