Bewertung:

Das Buch „Reproduction“ von Louisa Hall ist eine einfühlsame und vielschichtige Erkundung von Mutterschaft, Fruchtbarkeit und Schöpfung, die Parallelen zu Mary Shelleys „Frankenstein“ aufweist. Das Buch ist zwar wunderschön geschrieben und regt zum Nachdenken an, behandelt aber auch schwerwiegende Themen wie Unfruchtbarkeit, traumatische Geburten und Fehlgeburten, die möglicherweise nicht für alle Leser geeignet sind. Einige Leserinnen und Leser empfanden die Bezüge zu aktuellen Ereignissen als deprimierend, während andere die Tiefe und die Verbindungen, die der Text herstellt, zu schätzen wussten.
Vorteile:⬤ Schön geschrieben und fesselnd
⬤ erforscht komplexe Themen der Mutterschaft und des Verlusts
⬤ lyrische Erzählung, die an Sachbücher erinnert
⬤ bietet tiefe Introspektion
⬤ zieht wirkungsvoll Parallelen zu 'Frankenstein'
⬤ kann für zukünftige Wissenschaftler wertvoll sein.
⬤ Enthält schwerwiegende Themen mit Warnhinweisen zu Unfruchtbarkeit, traumatischer Geburt und Fehlgeburt
⬤ kann aufgrund von Bezügen zu aktuellen Ereignissen deprimierend wirken
⬤ einige Leser erwarteten eine wissenschaftlichere Erkundung
⬤ Stilwechsel werden vielleicht nicht bei jedem Anklang finden.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Reproduction
Ein klarer, das Genre sprengender Roman, der die Surrealität von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft in einem Land in der Krise erforscht.
Ein Schriftsteller versucht, ein Buch über Mary Shelley zu schreiben, die Autorin von Frankenstein, eine Mutter und Künstlerin, deren erschütternde Schwangerschaften die Kosten der menschlichen Fortpflanzung aufzeigen. Bald jedoch zwingen die eigenen schmerzhaften Erfahrungen der Autorin mit Schwangerschaft und Geburt sowie ihr wachsendes Bewusstsein für größere Bedrohungen vom Klimawandel bis zu Pandemien sie dazu, das Buch aufzugeben und stattdessen einen zeitgenössischen Frankenstein zu schreiben, der auf der Geschichte eines alten Freundes basiert, der auf mysteriöse Weise wieder in ihrem Leben auftaucht.
Louisa Hall erzählt eine Geschichte, die von der Schwangerschaft über eine Fehlgeburt bis hin zu einer traumatischen Geburt, von der Mutterschaft bis hin zu den Grenzen der Reproduktionswissenschaft reicht, und schöpft dabei stark aus ihren eigenen Erfahrungen sowie aus den Geschichten zweier anderer Frauen: Mary Shelley und Anna, eine Wissenschaftlerin und angehende Mutter, die über die Möglichkeiten und die Moral der genetischen Veränderung nachdenkt.
Sowohl erschütternd als auch freudig, elegant und anspruchsvoll, ist Reproduktion eine kraftvolle Erinnerung an die Gefahren und Belohnungen, die mit der Erschaffung neuen Lebens verbunden sind, und eine zutiefst feministische Erkundung von Mutterschaft, Frauenfreundschaft und künstlerischem Ehrgeiz.