
Frames and Framing in Documentary Comics
Frames and Framing in Documentary Comics untersucht, wie grafische Erzählungen globale Krisen neu formulieren und gleichzeitig Praktiken der Faktenfindung hinterfragen.
Als analoges Printphänomen in einer von der Digitalisierung geprägten Ära formuliert der dokumentarische Comic einen deutlichen Gegenentwurf zum konventionellen Journalismus. Auf welche Art und Weise werden "Fakten" präsentiert und aufbereitet? Was bedeutet dokumentarische Ehrlichkeit in einer Welt der Fake News und Post-Truth-Politik? Wie können die Geschichten von marginalisierten Völkern und vernachlässigten Krisen erzählt werden? Der Autor untersucht dokumentarische Comics in ihrer einzigartigen Beziehung zum Framing: Grafische Erzählungen werden im Wesentlichen durch eine wechselseitige Beziehung zwischen den manifesten Frames auf der Seite und der Aufmerksamkeit für die kognitiven Frames, die sie erzeugen, geformt.
Um sowohl die Textualität von Comics als auch ihren strategischen Einsatz als Rhetorik zu erklären, verbindet der Autor Theorien der Framing-Analyse und der kognitiven Narratologie mit der Comicforschung und ihrer Aufmerksamkeit für die visuellen Rahmen des Mediums.