
Framing the Islands: Power and Diplomatic Agency in Pacific Regionalism
Seit ihren Ursprüngen im europäischen Denken des späten 18. Jahrhunderts war die Idee, einen regionalen Rahmen um die pazifischen Inseln zu ziehen, nie nur eine Übung in geografischer Kartierung.
Dieser Rahmen war immer auch eine politische Übung. Die konkurrierenden regionalen Projekte und Visionen waren Teil eines politischen Kampfes um die Frage, wie die Bewohner der pazifischen Inseln ihr Leben gestalten sollten. Framing the Islands erzählt die Geschichte dieses politischen Kampfes und seiner Auswirkungen auf die regionale Governance von Schlüsselthemen für den Pazifik wie regionale Entwicklung, Ressourcenmanagement, Sicherheit, kulturelle Identität, politische Handlungsfähigkeit, Klimawandel und nukleare Verwicklung.
Sie erzählt diese Geschichte im Kontext einer sich seit der Kolonialzeit verändernden Weltordnung und einer sich verändernden Politik innerhalb der postkolonialen Staaten des Pazifiks. Framing the Islands vertritt die These, dass der pazifische Regionalismus für die pazifischen Inselstaaten und -gesellschaften von politischer Bedeutung war.
Sie zeigt die Macht, die mit der regionalen Arena als geschätzter Ort für die Verhandlung globaler Ideen und Prozesse in den Bereichen Entwicklung, Sicherheit und Klimawandel verbunden ist. Sie zeigt auch die politische Bedeutung, die mit der Rolle des pazifischen Regionalismus als diplomatischer Block in globalen Angelegenheiten und als Produzent mächtiger politischer Normen verbunden mit finanzierten Programmen verbunden ist. Diese Studie stellt auch die Erwartung in Frage, dass der pazifische Regionalismus weitgehend im Dienste hegemonialer Mächte steht und dass kleine Inselstaaten in diesen Auseinandersetzungen wenig diplomatischen Einfluss haben.
Die pazifischen Inselbewohner haben angesichts der Versuche hegemonialer Auferlegungen von außerhalb der Region erfolgreich ihre eigenen kraftvollen normativen Rahmungen Ozeaniens gefördert. Dies zeigt sich beispielsweise in dem starken Engagement für die Rahmung des "blauen pazifischen Kontinents" als Leitideologie für die politische Arbeit des Pacific Islands Forum angesichts des Drucks, Teil der indopazifischen Strategie Washingtons zu werden.