Bewertung:

Das Buch ist eine neu aufgelegte Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1868 über zwei Jungen, die mit ihrem Onkel und einem Trapperführer nach Kalifornien reisen. Es spiegelt den historischen Kontext der damaligen Zeit wider, einschließlich der Themen Jagd und Interaktion mit indigenen Völkern. Das Buch ist zwar nicht lebensverändernd, aber es bietet einen interessanten Einblick in die Vergangenheit.
Vorteile:Fesselnde Abenteuergeschichte, historisches Interesse, mit 240 Seiten schnell gelesen, mit Illustrationen von Charles M. Russell.
Nachteile:Keine tiefgreifende Wirkung oder lebensverändernde Themen, könnte für moderne Leser aufgrund des veralteten Inhalts und der veralteten Perspektiven weniger ansprechend sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Frank on the Prairie
1903 schenkte der berühmte "Cowboy-Künstler" Charles M. Russell seinem Neffen Austin ein Exemplar des Jungen-Abenteuerbuchs Frank on the Prairie mit einigen außergewöhnlichen Erweiterungen. Eigentlich gehörte der Band bereits Austin, und sein Onkel Charlie hatte ihn ausgeliehen, um die Seiten mit einer Reihe von Originalillustrationen zu versehen. Diese neue Faksimile-Ausgabe dieses Exemplars, das zu den seltensten Büchern überhaupt zählt, enthält wenig bekannte Kunstwerke des Künstlers.
Der produktive Autor des Romans Frank on the Prairie, Charles Austin Fosdick (1842-1915), der unter dem Pseudonym Harry Castlemon auftrat, war einer von Russells Lieblingserzählern. Castlemons Buch, das erstmals 1868 als Teil der Gunboat Series of Books for Boys erschien, erzählt die Abenteuer des jungen Frank und seines Freundes Archie auf ihrer Reise durch den Wilden Westen. Offensichtlich von der Handlung inspiriert, fertigte Russell elf Aquarelle für die Ausgabe seines Neffen von 1893 an. Sie sind hier wunderschön in Farbe wiedergegeben, zusammen mit einer einzelnen Bleistiftskizze von berittenen Reitern, die ein Fort verlassen.
Wie Thomas Minckler, Kunstsammler aus Montana, in seinem Essay erläutert, zeigt der extra bebilderte Frank on the Prairie die ganze Bandbreite von Russells charakteristischen Motiven und Themen: den königlichen Indianer, eine Indianerschlacht mit Zählputsch, den Pelzhändler, eine ikonische Büffeljagd, den Gesetzlosen, eine nächtliche Lagerszene, eine Tomahawk-Friedenspfeife und eine Herde wilder Pferde. Alle diese sorgfältig gezeichneten und gemalten Bilder werden in dieser Faksimile-Version genau so wiedergegeben, wie sie zuerst in Austins persönlichem Exemplar des Buches erschienen.
Frank on the Prairie war nur eines der wenigen Bücher, die Russell im Laufe seiner Karriere mit Illustrationen versah. Es ist eines der wenigen, das Aquarelle enthält. Der Band, der Russells künstlerische Fähigkeiten und seine Sicht des amerikanischen Westens zeigt, ist, wie Minckler es ausdrückt, "eines von Russells persönlichsten Kunstwerken".