Französischen Realismus wiedergeben

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Französischen Realismus wiedergeben (R. Schehr Lawrence)

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Originaltitel:

Rendering French Realism

Inhalt des Buches:

Realistische Romane werden in der Regel als wahrheitsgetreue Darstellungen der Welt betrachtet, und selbst wenn diese Wahrhaftigkeit kritisch untersucht wird (wie dies von marxistischen und feministischen Kritikern geschehen ist), bezieht sich die Kritik auf außerliterarische Aspekte, wie etwa die bürgerliche Ideologie oder Mängel in der Darstellung von Frauen. In diesem Buch wird die These vertreten, dass der Punkt, an dem der Realismus definiert wird, der Punkt ist, an dem die Prozesse der Darstellung zusammenbrechen, eine Art schwarzes Loch der Textualität, ein Riss im Gewebe.

Die Autorin argumentiert, dass unsere Vorstellungen von Kontinuität, Lesbarkeit, Darstellbarkeit oder unsere Ideen von Einheit und ideologischem Wandel - oder sogar unsere Vorstellungen von dem, was verborgen, verdeckt oder abwesend ist - alle aus dem realistischen Modell des neunzehnten Jahrhunderts selbst stammen. Jahrhunderts selbst. Anstatt von Repräsentativität auszugehen, sollten wir nach Stellen suchen, an denen die Texte das Modell der Repräsentativität nicht fortsetzen, an denen es einen plötzlichen Abfall, einen Abgrund gibt. Anstatt diesen Punkt als Mangel zu betrachten, argumentiert der Autor, dass er den mimetischen Erfolgen der Repräsentation gleichkommt.

Nach einem ersten Kapitel, das sich mit den Grenzen und Brüchen der Textualität befasst, betrachtet das Buch das Werk Stendhals, von seinen Anfängen als Vorläufer des späteren Realismus bis zu La Chartreuse de Parme, das zeigt, wie der Akt der Kommunikation bei Stendhal immer aus Schweigen, Lücken und Unterbrechungen besteht. Anschließend liest der Autor mehrere Werke Balzacs und zeigt, wie er die Kontinuität, von der sein Werk abhängt, an verschiedenen strategischen Punkten unterbricht. In einem Kapitel mit dem Titel "Romantische Unterbrechungen" wird gezeigt, dass die Werke von Nerval und dem jüngeren Dumas, die scheinbar nichts mit dem realistischen Projekt zu tun haben, von den ideologischen, repräsentativen und semiotischen Annahmen geprägt sind, die Balzac hervorgebracht hat.

Das Buch schließt mit Flaubert, wobei sowohl untersucht wird, wie Flaubert die Dinge unaufhörlich "untauglich" macht, als auch, wie Kritiker, selbst die scharfsinnigsten postmodernen, oft versuchen, die permanente Krise des Bruchs, die das Zeichen von Flauberts Schreiben ist, zu glätten.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780804727877
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:1997
Seitenzahl:280

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