
Women, Work, and Representation: Needlewomen in Victorian Art and Literature
Im viktorianischen England wurden praktisch alle Frauen im Nähen unterrichtet.
Handarbeit wurde mit dem Bild der Hauswirtschaft und der traditionellen Frauenrolle der Ehefrau und Mutter in Verbindung gebracht - eher mit dem Zuhause als mit der Fabrik. Die professionelle Näherin hingegen arbeitete lange Stunden für einen sehr geringen Lohn, um Kleider für die Ober- und Mittelschicht zu nähen. In ihrer Isolation und Hilflosigkeit lieferte sie den Sozialreformern ein eindrucksvolles Bild des Leidens der Arbeiterklasse, das die Sensibilität der Oberschicht ansprach und dazu beitrug, die öffentliche Meinung für die Notwendigkeit von Reformen zu gewinnen.
"Frauen, Arbeit und Repräsentation" befasst sich mit der Verwendung dieses Bildes in der Reformbewegung und unterstreicht den Schock, den die viktorianische Öffentlichkeit erlitt, als Berichte enthüllten, dass der Beruf der Handarbeit extrem gefährlich, ja sogar tödlich war.
Die Autorin Lynn M. Alexander zeichnet die Entwicklung des Symbols der Näherin anhand einer Vielzahl von Darstellungen nach, wobei sie sich auf die Schriften von Charles Dickens, Elizabeth Gaskell, Charlotte Elizabeth Tonna und George W. M. Reynolds sowie auf visuelle Darstellungen von Richard Redgrave, Thomas Benjamin Kennington, John Everett Millais, John Leech, John Tenniel und Hubert von Herkomer stützt.
Women, Work, and Representation" richtet sich an Wissenschaftler des viktorianischen Zeitalters, an Frauenforscher und an alle, die sich für Semiotik und Ästhetik interessieren, und enthält zwanzig Illustrationen, die meisten davon aus zeitgenössischen Zeitschriften, die neue Einblicke in das Leben der arbeitenden Frauen im viktorianischen Zeitalter bieten.