Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Interviews mit deutschen Frauen, die das Dritte Reich erlebt haben und persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs geben. Die Leser schätzen das Talent der Autorin, diese Geschichten und die emotionale Tiefe der Berichte der Frauen zu vermitteln. Manche finden jedoch den Schreibstil umständlich und das Buch kann sich wiederholen.
Vorteile:⬤ Fesselnde und gut geschriebene Berichte über die Erfahrungen von Frauen im Dritten Reich.
⬤ Bietet unterschiedliche Perspektiven von Frauen aus verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen.
⬤ Bietet tiefe Einblicke in die Schuldgefühle und Kämpfe, mit denen diese Frauen zu kämpfen hatten.
⬤ Der Interviewstil der Autorin lässt authentische Stimmen zu Wort kommen.
⬤ Äußerst informativ für alle, die sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessieren.
⬤ Manche Leser finden den Schreibstil umständlich und schwierig zu lesen.
⬤ Es kann sich wiederholen, da sich jedes Kapitel auf andere Frauen konzentriert, aber ähnliche Themen behandelt.
⬤ Bestimmte Aspekte der Erfahrungen der Frauen bleiben unbeantwortet oder unklar.
⬤ Die Mehrheit der interviewten Frauen stammt aus Ostdeutschland, was den Wunsch nach mehr westlichen Perspektiven aufkommen lässt.
(basierend auf 47 Leserbewertungen)
Frauen: German Women Recall the Third Reich
Was taten die Frauen in Deutschland während des Dritten Reiches? Was haben sie gedacht? Und was haben sie ein halbes Jahrhundert später zu sagen?
In Frauen hören wir ihre Stimmen - die meisten zum ersten Mal. Alison Owings interviewte neunundzwanzig deutsche Frauen, die dabei waren, und gibt ihre Worte hier wieder: Für den Widerstand arbeiten. Beitritt zur Nazipartei. Die Gestapo austricksen. Einen jüdischen Nachbarn nicht mögen. Einen jüdischen Freund verstecken. Zeuge der "Kristallnacht" werden. Zeuge der Brandbombardierung Dresdens werden. Auf alliierte Flugzeuge schießen. Alliierte Truppen willkommen heißen. Ein Gefangener sein. Und Wächterin sein. Die Frauen erinnern sich an ihre eigene Begeisterung und die der anderen, an Zweifel, Angst, Wut, Feigheit, Schuldgefühle und Qualen.
Auf der Suche nach solchen Erinnerungen wurde Alison Owings in die Häuser dieser Frauen eingeladen. Da sie weder Jüdin noch Deutsche ist und fließend umgangssprachlich Deutsch spricht, fühlten sich viele der von ihr befragten Frauen wohl genug, um mit ihr die Vergangenheit zu ergründen. Was sie zu sagen haben, wird die Amerikaner überraschen, so wie es die Frauen selbst überrascht hat.
Seit Marcel Ophuls umstrittenem Film Das Leid und das Mitleid sind wir dem "Feind" nicht mehr so nahe gekommen. In diesem Fall ist es die Geschichte der Frauen, derjenigen, die keine Politik gemacht haben, aber gezwungen waren, an ihren Auswirkungen teilzuhaben und ihre Folgen zu erleben. Was sie taten oder nicht taten, ist nicht nur eine Reflexion über sie und ihr Land - es bringt uns auch dazu, uns zu fragen, was wir an ihrer Stelle hätten tun können. Die Interviews lassen keine einfachen, selbstgefälligen Antworten zu.