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Women in Combat: Civic Duty or Military Liability?
Frauen sind seit mehr als fünfzig Jahren aktiv am Militär der Vereinigten Staaten beteiligt, aber das Verbot ihrer Teilnahme an Kampfeinsätzen bleibt ein heiß diskutiertes Thema. In diesem provokanten Buch plädiert Lorry M. Fenner, Geheimdienstoffizierin der Air Force im aktiven Dienst, dafür, alle Aspekte des Militärdienstes für Frauen zu öffnen. Marie deYoung, eine ehemalige Armeeseelsorgerin, argumentiert, dass es im besten Interesse beider Geschlechter und für die Effektivität des Militärs als Ganzes entscheidend ist, Frauen von Kampfhandlungen fernzuhalten.
Fenner stützt ihr Argument für die Einbeziehung von Frauen auf die Idee, dass Demokratien von allen Bürgern verlangen, dass sie sich an öffentlichen Aufgaben beteiligen und sich an den staatsbürgerlichen Pflichten beteiligen. Sie behauptet, dass die Gründe für das Verbot der Teilnahme von Frauen an Kampfeinsätzen in der Vergangenheit kulturell bedingt waren. Sie argumentiert, dass die Zugehörigkeit zu einer Kampftruppe auf Fähigkeiten beruhen sollte, die anhand angemessener Standards beurteilt werden. Darüber hinaus vertritt sie die Auffassung, dass der Ausschluss von Frauen die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit behindert, die die Streitkräfte im einundzwanzigsten Jahrhundert zwangsläufig kennzeichnen werden.
Im Gegensatz dazu erklärt deYoung, dass die unterschiedlichen Anforderungen an die körperliche Fitness von Männern und Frauen im Kampf die Moral beider Geschlechter senken und Frauen dem Risiko von Verlusten aussetzen würden. Darüber hinaus behauptet sie, dass Frauen weder die körperliche noch die emotionale Stärke haben, um die allgemeine Brutalität der Kampferfahrung zu ertragen. Sie behauptet auch, dass Forderungen nach einer Aufhebung des Kampfverbots politisch motiviert sind und mit den Grundsätzen der amerikanischen Demokratie und dem Auftrag der Landesverteidigung unvereinbar sind.
Da jede Autorin auf die Ansichten der anderen antwortet, bietet ihr Austausch eine wertvolle Synthese der Themen, die eine langjährige Debatte zwischen politischen Entscheidungsträgern, Militärangehörigen und Wissenschaftlern der Militärgeschichte und der Frauenforschung umgeben.